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Nachricht vom 22.01.2026    

CDU bleibt in Rheinland-Pfalz vorne - SPD holt auf

In Rheinland-Pfalz zeichnet sich zwei Monate vor der Landtagswahl ein spannender Wahlkampf ab. Die CDU liegt weiterhin vorn, doch die SPD verkürzt den Abstand.

Wahl. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Mainz. Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeigt eine Umfrage des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz!", dass die oppositionelle CDU unverändert bei 29 Prozent der Stimmen liegt. Die regierende SPD unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer konnte jedoch um drei Prozentpunkte zulegen und erreicht nun 26 Prozent. Die AfD verliert einen Prozentpunkt und steht bei 18 Prozent, während die Grünen stabil bei 10 Prozent bleiben. Die Linke könnte mit 6 Prozent erstmals in den Landtag einziehen. Freie Wähler kommen auf 4 Prozent, alle anderen Parteien zusammen, darunter FDP und BSW, erreichen 7 Prozent.

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung von 1.151 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern, durchgeführt vom 14. bis 20. Januar. Der Landtag wird am 22. März gewählt. Umfragen sind Momentaufnahmen und keine Prognosen, da sie immer mit Unsicherheiten behaftet sind. Besonders nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten.

Bei der Bewertung der aktuellen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP in Mainz zeigt sich ein geteiltes Echo: 44 Prozent der Befragten sind zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.



Für die kommenden fünf Jahre wünschen sich 37 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer eine Landesregierung unter SPD-Führung, während 31 Prozent eine CDU-geführte Regierung bevorzugen. 19 Prozent plädieren für ein von der AfD geführtes Kabinett. Bei einer hypothetischen Direktwahl käme Amtsinhaber Schweitzer auf 34 Prozent, CDU-Kandidat Gordon Schnieder auf 14 Prozent und AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger auf 8 Prozent. 44 Prozent waren unentschieden oder machten keine Angabe.

Bildungsfragen stehen mit 29 Prozent an der Spitze der drängendsten Probleme in Rheinland-Pfalz, gefolgt von Zuwanderung (22 Prozent) und Mobilität (18 Prozent). Weitere Themen sind Wirtschaft (13 Prozent), Gesundheit (10 Prozent), Wohnen (8 Prozent), soziale Ungerechtigkeit (8 Prozent) und die Haushaltslage (7 Prozent). Laut dem "Rheinland-Pfalz-Trend" des SWR trauen 26 Prozent der CDU am ehesten zu, die wichtigsten Probleme zu lösen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und innere Sicherheit. Der SPD trauen 22 Prozent zu, vor allem bei sozialer Gerechtigkeit und Gesundheitspolitik. Der AfD trauen 15 Prozent eine Lösungskompetenz zu. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Landtagswahl 2026  
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