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Nachricht vom 21.01.2026    

„Kräuterwind“ überreichte weitere Ortstafeln an „Kräuterwind-Kommunen“ in der VG Westerburg

Von Wolfgang Rabsch

Immer mehr Gemeinden im Westerwald zeigen Einsatz für biologische Vielfalt. Mit dem Projekt „Kräuterwind“ erhalten sie eine sichtbare Auszeichnung für ihre Blühflächen. In der VG Westerburg wurden nun weitere Ortstafeln übergeben.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Westerburg. Im Sitzungssaal „Rondell“ der Verbandsgemeinde Westerburg wurden gestern (20. Januar 2026) elf weitere Tafeln als „Kräuterwind-Kommune“ an Ortsgemeinden der VG Westerburg übergeben. Persönlich anwesend waren acht Ortsbürgermeister, drei Ortsbürgermeister ließen sich entschuldigen. Ausgezeichnet wurden die Ortsgemeinden Bellingen, Enspel, Guckheim, Härtlingen, Hergenroth, Höhn, Kaden, Kölbingen, Langenhahn, Pottum und Stahlhofen am Wiesensee. Die Ortsgemeinden Weltersburg und Berzhahn erhielten die Tafeln bereits im Jahr 2025 - der WW-Kurier berichtete.

Somit haben 13 von 24 Ortsgemeinden der VG Westerburg die Zertifizierung erlangt und die entsprechenden Tafeln erhalten. Die Tafeln weisen die Dörfer an ihren Ortseingängen oder den Blühstreifen für jeden erkennbar als Teilnehmer an der Initiative aus. Mit den übrigen Gemeinden sollen noch Gespräche geführt werden.

Wie wird man „Kräuterwind-Kommune“?
„Kräuterwind-Kommune“ – so darf sich jede (Orts-)Gemeinde im gesamten Westerwald nennen, die pro Einwohner mindestens einen Zentimeter Blühstreifen (bei zwei Metern Breite) angelegt hat. Diese Flächen helfen, die Artenvielfalt zu stärken. Jede ausgezeichnete „Kräuterwind-Kommune“ fördert die biologische Vielfalt, macht den Westerwald bunter und wertet die Region auf. So entsteht Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere, die ihren Platz in unserer modernen Welt immer schwerer finden. Aber auch die Menschen, die hier im schönen Westerwald leben, profitieren von der Aktion.



Bürgermeister Markus Hof erklärte bei seiner kurzen Begrüßung nochmals Sinn und Zweck der Initiative, hinter der er auch selbst glaubhaft steht. „Wir dürfen die Natur nicht aus den Augen verlieren, trotz aller anderweitigen Sorgen und Probleme. Die Welt können wir nicht verbessern, aber Impulse geben, auch für nachfolgende Generationen“, so der Bürgermeister.

Uwe Schmalenbach, Mitinitiator und Unterstützer der Initiative, schloss sich dem Bürgermeister an, dankte der Verbandsgemeinde Westerburg für die tatkräftige Unterstützung und bemerkte, dass aus der Idee der VG Westerburg der „Erste Wäller Gartenpreis“ entstanden sei.

Nicht ohne Stolz konnten die anwesenden Ortsbürgermeister ihre zertifizierten Tafeln entgegennehmen, auf denen zur Unterscheidung das jeweilige Ortswappen aufgebracht war.

Jede Kommune im Westerwald kann sich beteiligen
Nach Überreichung der Tafeln betonte Bürgermeister Markus Hof, dass sich nicht nur Ortsgemeinden aus der VG Westerburg an der Initiative beteiligen können. Kreisübergreifend besteht für alle Ortsgemeinden im geografischen Westerwald die Möglichkeit, an dieser Initiative teilzunehmen, um die Auszeichnung als „Kräuterwind-Kommune“ zu erhalten.

Wie erwähnt, Ortsgemeinden aus den Kreisen Altenkirchen und Neuwied, auch aus dem übrigen Westerwaldkreis, die interessiert sind, das Zertifikat zu erlangen, melden sich bitte bei Uwe Schmalenbach, Geschäftsführer der Kräuterwind GmbH mit Sitz in Stahlhofen am Wiesensee unter der Telefonnummer 02941-9589145 oder per E-Mail an usch@kraeuterwind.de.


Mehr dazu:   Naturschutz  
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