Pressemitteilung vom 20.01.2026 
Netzwerkkonferenz im Kreis Neuwied: Neue Wege für ein gesundes Altern
Wie können ältere Menschen im Landkreis Neuwied gesund und selbstbestimmt leben? Diese Frage stand im Mittelpunkt der siebten Netzwerkkonferenz "Gesund älter werden", bei der verschiedene Wohn- und Betreuungsmodelle vorgestellt wurden. Landrat Achim Hallerbach betonte die Bedeutung konkreter Angebote.
Kreis Neuwied. Bei der Netzwerkkonferenz "Gesund älter werden im Landkreis Neuwied", die von der Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamtes organisiert wurde, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Möglichkeiten, das Leben im Alter wohnortnah und gesund zu gestalten. Landrat Achim Hallerbach unterstrich in seiner Begrüßung die Notwendigkeit, konkrete Angebote für ältere Menschen zu schaffen: "Die Sorgen vieler älterer Menschen nehmen wir sehr ernst. Entscheidend ist aber nicht allein die gute Willensbekundung, sondern dass wir konkrete Angebote schaffen, die den Alltag wirklich erleichtern."
Unterschiedliche Wohnformen jenseits klassischer Altenheime wurden vorgestellt, darunter barrierefreie Wohnungen und gemeinschaftliche Modelle wie das Projekt des Vereins "Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied". Auch die Unterstützung durch die Gemeindeschwesterplus sowie Begegnungsorte und Bewegungsangebote kamen zur Sprache. Rita Hoffmann-Roth von der Koordinierungsstelle betonte: "Gesundes Altern gelingt nicht von selbst. Es braucht persönliche Vorsorge und ein unterstützendes Umfeld."
Achim Krokowski präsentierte einen Überblick über mögliche Wohn- und Lebensformen im Alter und die damit verbundenen Kosten. Er erläuterte auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsangebote. Hildegard Luttenberger vom Verein "Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied e.V." berichtete über ein Wohnprojekt mit 14 barrierefreien Wohnungen und setzte sich für das Konzept "Leben in Versorgungssicherheit" ein, das den Verbleib in der eigenen Wohnung bis zum Lebensende ermöglichen soll.
Kathrin Billmann stellte die Wohn-Pflegegemeinschaft in Rengsdorf vor, wo die Pflege von der Evangelischen Sozialstation Straßenhaus übernommen wird. Dort gibt es fließende Übergänge zwischen verschiedenen Wohnformen dank barrierefreier Wohnungen und gemeinsamer Angebote. In Arbeitsgruppen wurden Bedarfe und positive Beispiele gesammelt. Die Referierenden waren sich einig, dass eine frühzeitige Beschäftigung mit den eigenen Wohn- und Lebensvorstellungen entscheidend ist. Landrat Hallerbach hob die Bedeutung des Netzwerks hervor: "Wir verfügen im Landkreis über ein dichtes Netz an Fachkräften und Initiativen. Wenn wir dieses Wissen bündeln, können wir viel für ältere Menschen erreichen."
Zum Abschluss der Konferenz betonte Hallerbach die Wichtigkeit, die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen: "Gute Ideen müssen in die Praxis gelangen. Wir werden die Impulse aus diesem Treffen nutzen, um Angebote weiterzuentwickeln und neue Ansätze zu fördern." Die Koordinierungsstelle wird die Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen lassen und die Vernetzung im Landkreis weiter stärken.
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