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Pressemitteilung vom 19.01.2026    

CDU-Direktkandidat Jan Petry fordert Aufklärung zum barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Engers

"Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Engers ist längst überfällig – und die jüngsten Erklärungen der DB InfraGo werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten", erklärt Jan Petry, der CDU-Direktkandidat für den rheinland-pfälzischen Landtag im Wahlkreis Neuwied. Die DB InfraGo ist das für die Bahn-Infrastruktur der Deutschen Bahn zuständige Konzernunternehmen.

Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Engers ist seit langem überfällig. (Foto: CDU Neuwied)

Neuwied. Gerade im Stadtteil Engers sei Barrierefreiheit kein Luxus, sondern eine zwingende Notwendigkeit. Hier befinden sich mehrere Einrichtungen der Josefs-Gesellschaft, die täglich von Menschen mit Handicap genutzt werden. Hinzu kommen die Landesmusikakademie und die Villa Musica, die Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet anziehen. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bedeutet die aktuelle Situation: Wer Richtung Koblenz reisen möchte, muss zunächst nach Neuwied fahren und dort umsteigen – ein unhaltbarer Zustand für einen Stadtteil, der auf Inklusion setzt und kulturell wie touristisch eine wichtige Rolle spielt.

Der Neuwieder Stadtrat hatte bereits vor Jahren die Weichen für den barrierefreien Umbau gestellt. Dennoch zieht sich das Verfahren seit über einem Jahrzehnt hin. In mehreren Gesprächen mit Ortsvorsteher Dieter Neckenig und CDU-Fraktionschef Martin Hahn war durch den DB-Konzern immer das Jahr 2026 für die Umsetzung der Baumaßnahme konkret zugesagt worden. CDU-Fraktionschef Hahn erklärt dazu: "CDU-Fraktion und Ortsbeirat fordern unmissverständlich die Einhaltung und Umsetzung der Zusagen durch die Deutsche Bahn. Gerade für die zahlreichen Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen in den Einrichtungen der Josef-Gesellschaft in Engers ist es ein unhaltbarer Zustand, dass die Versprechen der Bahn-Verantwortlichen offenkundig nicht mehr gelten. Das werden wir im Sinne der dringend auf die Barrierefreiheit des Bahnhofes angewiesenen Menschen nicht hinnehmen."

Denn die Bahn hatte zuletzt behauptet, eine Anpassung der Bahnsteighöhe auf 76 Zentimeter in Engers sei nicht möglich – dies angeblich wegen des Lichtraumprofils, insbesondere bei Transporten von Großtransformatoren im Rahmen der Energiesicherungstransportverordnung (EnSiTrV). Warum dies dann hingegen aber beispielsweise beim Erperler Bahnhof, wo vergleichbare Verhältnisse herrschen, möglich sein soll, sei nicht nachvollziehbar, so Jan Petry. Bis heute hat das Unternehmen diesen Widerspruch nicht erklären können.



"Die Menschen in Engers haben ein Recht auf eine verlässliche Perspektive. Wir brauchen eine klare Aussage, warum die technischen Argumente der Bahn so unterschiedlich ausgelegt werden – und vor allem einen verbindlichen Zeitplan für den barrierefreien Ausbau", so CDU-Direktkandidat Petry. "Barrierefreiheit ist kein optionales Komfortmerkmal, sondern ein Grundrecht auf Teilhabe. Gerade in einem Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Bedeutung darf die Umsetzung nicht weiter verschleppt werden."

Der Ortsvorsteher des Ortsbezirkes Engers, Dieter Neckenig, ergänzt: "Sollte die Deutsche Bahn beim barrierefreien Ausbau unseres Bahnhofes einen Rückzieher machen, dann wäre das nicht nur ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich hier vor Ort seit Jahren dafür einsetzen, sondern vor allem für die vielen Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf die Barrierefreiheit hier bei uns in Engers so sehr angewiesen sind."

Aktuell ist eine Realisierung nicht vor 2027 in Aussicht gestellt – viel zu spät für die Betroffenen. Petry wird sich an den Bahn-Konzern wenden und auf Abhilfe drängen. (PM)


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