Der Countdown zur Landtagswahl 2026 läuft: Die Direktkandidaten im Kreis Neuwied
Von Tamara Rehn
Seit der letzten Landtagswahl 2021 wird Rheinland-Pfalz (RLP) von einer Koalition aus SPD, FDP und den Grünen regiert. Ob diese sogenannte Ampelkoalition weitere fünf Jahre in RLP regiert, entscheidet sich am 22. März 2026 bei der 19. rheinland-pfälzischen Landtagswahl. Alle wahlberechtigten Bürger sind dazu aufgefordert, sich an der Wahl zu beteiligen. Welche Parteien und Kandidaten im Kreis Neuwied gewählt werden können, ist im Folgenden zusammengefasst.
Kreis Neuwied. Nach der Kommunal- und Europawahl 2024 und der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 werden auch dieses Jahr die rheinland-pfälzischen Wähler wieder an die Wahlurne gebeten. Mit der Landtagswahl am 22. März 2026 haben Wähler die Möglichkeit, Einfluss auf die politische Gestaltung in Rheinland-Pfalz für die nächsten fünf Jahre zu nehmen. 101 Sitze sind im Landtag zu besetzen und zwölf Parteien treten mit ihren Landeslisten und Direktkandidaten für die Sitze an. Zu wählende Parteien und deren Landesliste sind (die Parteien sind alphabetisch sortiert): Alternative für Deutschland (AfD), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Grüne), Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW), Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), Die Linke (die Linke), Freie Demokratische Partei (FDP), FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz (Freie Wähler), Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Partei der Humanisten (PdH), PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und VOLT Deutschland (VOLT). Da allerdings Rheinland-Pfalz in 52 Wahlkreise unterteilt ist und ein Sitz jeden Direktkandidaten vergeben wird, der in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen erhalten hat, bleiben nur noch 49 Sitze zur Verteilung an die Landeslisten übrig.
Landtagswahl 2021
Bei der letzten Landtagswahl setzte sich die SPD mit 35,7 Prozent der Stimmen durch und bildete zusammen mit der FDP (5,5 Prozent) und den Grünen (9,3 Prozent) die Ampelkoalition. Die zweitstärkste Partei war die CDU mit 27,7 Prozent, im Anschluss folgte die AfD (8,3 Prozent). Die Freien Wähler schafften es mit 5,4 Prozent, die 5-Prozent-Hürde zu überwinden, während die Linken mit nur 2,5 Prozent der Stimmen daran scheiterten.
Bei den beiden Wahlkreisen im Kreis Neuwied gab es Unterschiede. Während im Wahlkreis Neuwied Lana Horstmann (SPD) mit 36 Prozent direkt in den Landtag einzog und die SPD auch mit 36,6 Prozent die meisten Zweitstimmen erhielt, verhielt es sich im Wahlkreis Linz am Rhein/Rengsdorf anders. Die Wähler dieses Wahlkreises wählten mehrheitlich mit ihrer Erststimme Ellen Demuth von der CDU (40,4 Prozent) und mit ihrer Zweitstimme die CDU (34,3 Prozent).
Wahlkreis- und Landesstimme
Zur Wahl des 19. rheinland-pfälzischen Landtags sind alle Bürger berechtigt, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Rheinland-Pfalz ansässig sind. Alle Wähler sollten bis spätestens 21 Tage vor der Wahl, sprich spätestens bis zum 1. März 2026, ihre Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Da Fehler jedoch menschlich sind, kann es passieren, dass einen die Wahlbenachrichtigung nicht erreicht. In diesem Fall wird die betroffene Person dazu angehalten, sich an die entsprechende Gemeindeverwaltung zu wenden.
Außerdem erhält jeder Wähler, wie auch bei der Bundestagswahl, zwei Stimmen. Zum einen haben Wähler die Wahlkreisstimme. Mit dieser wird ein Direktkandidat gewählt. Anders als bei der Bundestagswahl kann ein Direktkandidat auch ohne seine Partei in den Landtag einziehen, sollte diese es nicht schaffen, mindestens fünf Prozent der Stimmen zu erhalten.
Zum anderen gibt es die Landesstimme. Mit dieser wird die Landesliste einer Partei gewählt. Voraussetzung, dass eine Partei in den Landtag einziehen kann, ist die Überwindung der 5-Prozent-Hürde im gesamten Bundesland.
Direktkandidat für die Wahlkreise im Kreis Neuwied
Anmerkung: Die Kandidaten werden anhand ihrer Parteien in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Wahlkreis 3 - Linz am Rhein/Rengsdorf
Für den Wahlkreis 3, welcher die Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Rengsdorf-Waldbreitbach und Unkel umfasst, treten folgende Kandidaten an:
AfD: Nick Baltrock
Bündnis 90/Die Grünen: Ute Ernst
CDU: Jürgen Schmied
Die Linke: Juliane Filla
FDP: Susanna Henn
Freie Wähler: Thomas Sablotny
SPD: Marie-Christin Ockenfels
Volt: Maximilian Glätzner
Wahlkreis 4 - Neuwied
Für den Wahlkreis 4, welcher die Verbandsgemeinde Dierdorf und Puderbach und die verbandsfreie Stadt Neuwied umfasst, treten folgende Kandidaten an:
AfD: Dr. Jan Bollinger
Bündnis 90/Die Grünen: Markus Seemann
BSW: Tobias Härtling
CDU: Jan Petry
Die Linke: Michelle Zimmerschied
FDP: Stefan Thoma
Freie Wähler: Udo Franz
SPD: Lana Horstmann
Volt: Sabrina Müller
Wahl-O-Mat
Es kann schwer sein, den Überblick über die Ziele und Überzeugungen jeder einzelnen Partei zu behalten. Wer sich nicht sicher ist, mit welcher Partei die eigenen Überzeugungen am meisten übereinstimmen, kann den Wahl-O-Mat in Anspruch nehmen. Dieser wird zurzeit noch von der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung vorbereitet.
Mehr dazu:
AfD
Bündnis 90/Die Grünen
CDU
Die Linke
FDP
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