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Pressemitteilung vom 16.01.2026    

Neuwieder Kreistag stärkt Wasserversorgung für Krisenzeiten

Der Neuwieder Kreistag hat Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Krisenfällen beschlossen. Eine Kooperation mit dem Kreis Altenkirchen soll dabei helfen, mögliche Engpässe zu überwinden. Doch diese Schritte erfordern finanzielle Anpassungen.

Kreistagssitzung Neuwied (Fotos: Thomas Herschbach/Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. Der Neuwieder Kreistag beschloss eine zukunftssichere und krisenfeste Trinkwasserversorgung. Landrat Achim Hallerbach erläuterte die Bedeutung des Projekts: "Weil es eben so kostbar ist, muss es krisenfest gemacht werden." Die geplante Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen (WKA) soll die Versorgungssicherheit in Krisensituationen erheblich verbessern. Der Kreistag stimmte dieser Initiative einstimmig zu.

Die Kooperation basiert auf der Annahme, dass der Rhein als Trinkwasserquelle vorübergehend ausfallen könnte. In solchen Fällen könnten sich die Landkreise Neuwied und Altenkirchen gegenseitig unterstützen. Geplant ist eine Notversorgung von bis zu zwei Millionen Kubikmetern Trinkwasser jährlich, um auch wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser abzusichern. "Damit können bei bestimmten Lagen auch wichtige Infrastruktureinrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, versorgt werden", erklärte Hallerbach.



Umsetzung der Maßnahmen
Für die Umsetzung sind Investitionen erforderlich, darunter der Ausbau der zentralen Transportleitung und die Ertüchtigung mehrerer Pumpwerke. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,25 Millionen Euro, wovon ein Teil durch eine Förderung des Landes gedeckt werden soll. Der restliche Betrag wird über den Gebührenhaushalt finanziert. Ab dem 1. Januar 2026 steigen die Wassergebühren für Tarifabnehmer von 2,66 Euro auf 2,78 Euro je m³ und für Sonderabnehmer von 1,49 Euro auf 1,54 Euro je m³. Ein Single-Haushalt zahlt dadurch etwa fünf Euro mehr im Jahr, eine vierköpfige Familie etwa 16,50 Euro zusätzlich.

Zukunftssichere Wasserversorgung
Landrat Hallerbach betonte die Bedeutung dieser Investitionen: "Mit den Investitionen in Netz und Technik werden wir den guten Ausbauzustand des Kreiswasserwerks nicht nur erhalten, sondern weiterhin verbessern." Der Wirtschaftsplan für 2026 sieht bei stabiler Wassermenge einen Jahresgewinn von rund 438.000 Euro vor. Geplant sind Investitionen von etwa 6,6 Millionen Euro, unter anderem für Notstromanlagen und die Erweiterung des Hochbehälters Linz. (PM/Red)


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