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Nachricht vom 15.01.2026    

Generalstaatsanwaltschaft Koblenz meldet Erfolg: Internationale Drogenbande zerschlagen

Die Polizei hat eine internationale Drogenbande im Fokus, die verdächtigt wird, illegale Substanzen per Post verschickt zu haben. Bei umfangreichen Razzien in mehreren Ländern wurden vier Haftbefehle vollstreckt. Die Ermittlungen laufen seit Monaten und enthüllen ein weitreichendes Netzwerk.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Koblenz. Kokain, Ecstasy und verschreibungspflichtige Medikamente per Post: Die Behörden ermitteln gegen eine Gruppe, die mit Drogen gehandelt haben soll. Einsätze hat es nicht nur in Deutschland gegeben. Die Polizei hat bei Razzien gegen eine internationale Drogenbande Gebäude in Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt und Polen durchsucht. Vier Haftbefehle seien vollstreckt worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg mit.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, da Abnehmer der Betäubungsmittel in Rheinland-Pfalz ansässig seien. Seit März 2023 laufe das Ermittlungsverfahren gegen elf Beschuldigte im Alter von 23 bis 36 Jahren und mit deutscher, polnischer, türkischer, russischer und ghanaischer Staatsangehörigkeit. Die "überwiegend in Berlin ansässige" Gruppierung soll laut Behörden "Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Arzneimittel, neue psychoaktive Stoffe und Cannabisprodukte" über das Internet und das Darknet verkauft haben.

Umsätze im siebenstelligen Bereich in Kryptowährung

Die Stoffe sollen demnach auf dem Postweg an ihre überwiegend in Deutschland ansässigen Abnehmer versandt worden sein. "Hierbei sollen die Beschuldigten Umsätze im siebenstelligen Bereich, zumeist in Form von Kryptowährungen, erzielt haben", hieß es. Laut Mitteilung gab es am Dienstag (6. Januar) und am Mittwoch (14. Januar) Einsätze, bei denen die vier Haftbefehle im In- und Ausland vollstreckt worden seien.



Ein weiterer Mensch sei bei den Maßnahmen festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Der habe Untersuchungshaft angeordnet. Die im Ausland inhaftierte Person solle ausgeliefert werden, hieß es. Es seien 31 Objekte durchsucht worden. Insgesamt seien 300 Kräfte im Einsatz gewesen. Laut Generalstaatsanwaltschaft wurden unter andrem Amphetamin, Kokain, Ecstasy, LSD und verschreibungspflichtige Medikamente gefunden. Auch die benutzte Handelssoftware sei vom Netz genommen worden. (dpa/bearbeitet durch Red)


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