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Pressemitteilung vom 12.01.2026    

Stiller Protest in Neuwied: Ein Zeichen für Demokratie und Toleranz

Am Sonntag (11. Januar 2026) versammelten sich rund 150 Menschen in der Blocker Kirche in Neuwied zu einer stillen Protestaktion. Anlass war der Neujahrsempfang der AfD im nahegelegenen Bürgerhaus. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Stiller Protest in Neuwied (Fotos: Willi Luttenberger)

Neuwied. Am Sonntag (11. Januar 2026) hatte das Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz zu einer stillen Protestaktion mit dem Motto "Die Würde des Menschen ist unantastbar" in die Blocker Kirche in Neuwied eingeladen. Anlass war der Neujahrsempfang der AfD im Blocker Bürgerhaus. Rund 150 Menschen waren dem spontanen Aufruf gefolgt.

Der Sprecher des Bündnisses, Peter Schwarz, begrüßte die Teilnehmenden - nicht ernst gemeint - mit "woke Freundinnen und Freunde und liebe Gutmenschen" und bezog sich damit auf ein Schimpfwort aus der rechtsautoritären Szene, mit dem Aktive belegt werden, die sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen in der Gesellschaft wehren. Die Gruppe zog mit Kerzen zum Bürgerhaus, verbrachte einige Zeit in Stille und sang das Lied "We Shall Overcome" von "London Community Gospel Choir", begleitet von Simon Waldeck auf dem Saxofon.

Gegen die Auffassung, nicht die Menschen
Dass der Protest in Stille gegen die Auffassungen der Partei der AfD, nicht aber gegen die AfD-Parteimitglieder als Menschen gerichtet war, drückte ein Plakat von Teilnehmenden aus: "Unsere Welt ist komplex und nur gemeinsam finden wir Wege". Nach der Aktion ging es zurück in die Blocker Kirche.



Jeder Mensch hat die gleichen Rechte
Sonja Kirst führte dort in die Plakate der Ausstellung "Haltung heute" ein. Dekan Peter Dörrenbächer dankte in einem Grußwort den Anwesenden für ihr Erscheinen. Die katholische Kirche sei mit dem Pastoralen Raum bewusst dem Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz beigetreten. Es sei fundamentaler christlicher Glaube, dass jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Religion und anderen Kennzeichen die gleiche Menschenwürde zukomme. Die Kirche habe nicht immer diese Überzeugung umfassend umgesetzt. Deshalb sei es wichtig, dass Christen im Neuwieder Bündnis mit Menschen anderer religiösen und weltanschaulicher Überzeugung zusammenarbeiten, um voneinander zu lernen.

Mit Musik und dem Gebet der Vereinten Nationen schloss die Veranstaltung: "An uns liegt es, aus der Erde einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen durch sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung." (PM)


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