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Pressemitteilung vom 10.01.2026    

Behelfsbrücke bei Höhr-Grenzhausen erfolgreich verschoben – A48 bald wieder frei

VIDEO | Im Rahmen des Ersatzneubaus der L307-Überführung über die A48 wurde am 10. Januar 2026 eine Behelfsbrücke planmäßig verschoben. Die Maßnahme ist Teil eines mehrjährigen Infrastrukturprojekts der Autobahn GmbH des Bundes und soll den Verkehrsfluss langfristig sichern.

(alle Fotos: Uwe Schumann)

Montabaur/Höhr-Grenzhausen. Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West, hat am Samstag, 10. Januar 2026, einen wichtigen Meilenstein im Zuge des Ersatzneubaus der A48-Überführung bei der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen erreicht. Unter Vollsperrung wurde die vormontierte Behelfsbrücke mithilfe eines Taktschiebeverfahrens über die Autobahn verschoben.

Technik und Planung im Detail
Bei der eingesetzten Behelfsbrücke handelt es sich um ein bereits im Autobahnkreuz Mainz-Süd genutztes Bauwerk. Für den jetzigen Einsatz wurde sie in modularer Bauweise wiederverwendet. Der Verschub erfolgte per Litzenhub und Drahtseil und dauerte rund zwei Stunden. Die Geschwindigkeit lag bei etwa einem Meter pro Minute.

Bereits vor der Vollsperrung wurde der erste Takt des Einschubs mit einer Länge von 12 Metern bewältigt. Die restlichen 44 Meter folgten am Samstag. Das Projekt ermöglicht den Erhalt des Verkehrs während des Rückbaus und Neubaus des eigentlichen Überführungsbauwerks.

Bedeutung für die Region
Mit Gesamtkosten von rund 10 Millionen Euro sorgt die Maßnahme für eine sichere Überquerung der Autobahn und entlastet den innerstädtischen Verkehr in Höhr-Grenzhausen. Die Behelfsbrücke stellt bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus die einzige Verbindung über die Autobahn an dieser Stelle dar.

Die Vorbereitungen für die Behelfsbrücke begannen bereits im September 2025. Im Bereich der Anschlussstelle wurden 12 bis 15 Meter tiefe Bohrpfähle eingebracht, die das Fundament für das provisorische Widerlager bilden. Ab Mitte November 2025 erfolgte die Vormontage der Brücke.



Nächste Schritte im Bauablauf
Am Sonntag, 11. Januar 2026, wird die Behelfsbrücke in ihrer Endposition fixiert. Danach folgen noch Arbeiten an den Fahrbahnrändern. Sobald diese abgeschlossen sind, wird der gesperrte Streckenabschnitt der A48 wieder für den Verkehr freigegeben.

Bis Anfang Februar 2026 sollen die Fahrbahnangleichung und die Anbindung der Behelfsumfahrung erfolgen. Bei geeigneter Witterung und planmäßigem Verlauf ist die Inbetriebnahme der Brücke in der zweiten Februarwoche vorgesehen. Dann stehen zwei verengt geführte Fahrstreifen und ein Gehweg zur Verfügung. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h wird eingerichtet.

Rückbau des alten Bauwerks
Der Rückbau des alten Überführungsbauwerks beginnt im Januar 2026 mit vorbereitenden Maßnahmen an den Widerlagern. Der Spannbetonüberbau, die Pfeiler und die Anpralldämpfer werden zwischen Freitag, 27. Februar 2026, und Sonntag, 1. März 2026, vollständig entfernt. Dabei fallen etwa 1.700 Tonnen Bauschutt an. Für diese Arbeiten ist eine erneute temporäre Sperrung der A48 in beide Fahrtrichtungen notwendig.

Ausblick auf den weiteren Verlauf
Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts beginnt der zweite Abschnitt, über dessen Details und mögliche verkehrliche Einschränkungen die Autobahn GmbH zu gegebener Zeit gesondert informieren wird. Ziel bleibt es, das umfangreiche Infrastrukturprojekt bis Mitte 2027 vollständig umzusetzen und die neue Brücke als dauerhafte Lösung in Betrieb zu nehmen. (PM/bearbeitet durch Red)


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