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Pressemitteilung vom 10.01.2026    

Mehr Sicherheit für Geldautomaten in Rheinland-Pfalz - Sparkassen tragen die Kosten

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Rheinland-Pfalz haben erheblich in die Sicherheit ihrer Geldautomaten investiert, um die Zahl der Sprengungen zu reduzieren. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Kosten verbunden, die von den Instituten selbst getragen werden müssen.

(Foto: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa)

Rheinland-Pfalz. Der Rückgang bei der Zahl gesprengter Geldautomaten in Rheinland-Pfalz ist laut dem Sparkassenverband des Landes vor allem durch Investitionen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken erreicht worden. Diese Institute, die noch in der Fläche präsent sind, hätten kräftig in die Sicherheit von Automaten investiert, erklärte Präsident Thomas Hirsch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Insofern sei es ein Rückgang auf deren Kosten und die würden von niemandem ersetzt", sagte Hirsch.

Tinte und Nebelsysteme für mehr Sicherheit
Im vergangenen Jahr haben die rheinland-pfälzischen Sparkassen zusätzlich 12,5 Millionen Euro für die Sicherheit von etwa 1.000 Geldautomaten ausgegeben. Dies führt auch zu höheren laufenden Kosten. "Dieser Aufwand trifft nur die, die draußen in der Fläche sind", so Hirsch. Banken, die wenige oder keine eigenen Automaten betreiben, zahlen hingegen Nutzungsgebühren an andere Betreiber.

Zur Sicherung der Automaten setzen die Banken vor allem auf Systeme, die Geldscheine mit Tinte einfärben und unbrauchbar machen, sowie auf Nebelsysteme, die Tätern das Vorgehen erschweren sollen. Im Frühjahr 2023 unterzeichneten das rheinland-pfälzische Innenministerium, das Landeskriminalamt und Dachverbände der Banken eine Kooperationsvereinbarung. Diese sieht vor, dass die Polizei Risikoanalysen erstellt und Präventionsmaßnahmen mit den Banken vereinbart.



"Bargeld ist immer noch des Deutschen liebstes Kind"
In Zeiten steigender Fallzahlen konnten die Sparkassen kaum richtig handeln. "Haben wir einen Geldautomaten geschlossen, haben sich die Leute aufgeregt", sagte Hirsch. "Wenn wir ihn aufrechterhalten haben, haben sich andere Leute aufgeregt." Dennoch sei es positiv, dass es nun weniger Fälle gebe. Die Versorgung mit Bargeld in der Fläche werde auch zukünftig notwendig sein, betonte Hirsch. "Bargeld ist immer noch des Deutschen liebstes Kind." Über die Hälfte aller Bezahlvorgänge erfolge weiterhin bar. "Wir haben einen öffentlichen Auftrag, die Versorgung mit finanziellen Dienstleistungen in der Fläche sicherzustellen - und dazu gehört Bargeld", so Hirsch. Die Bedeutung von Bargeld werde aufgrund unsicherer Weltlagen oder Ereignissen wie Stromausfällen erhalten bleiben, da Menschen diese Option nutzen möchten. (dpa/bearbeitet durch Red)


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