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Pressemitteilung vom 09.01.2026    

EU-Mercosur-Abkommen: Neue Chancen für Rheinland-Pfalz?

Die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz begrüßen die Zustimmung des Rates der Europäischen Union zum EU-Mercosur-Abkommen. Dieses Abkommen verspricht, einer der größten Freihandelsverträge weltweit zu werden und könnte insbesondere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz neue Marktchancen eröffnen.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Koblenz. Am 9. Januar 2026 äußerten sich die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz positiv zur Zustimmung des Rates der Europäischen Union zum EU-Mercosur-Abkommen. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, bezeichnete das Abkommen als "Meilenstein der europäischen Handelspolitik" und betonte dessen Bedeutung in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten.

Das Abkommen soll für Rheinland-Pfalz, ein exportstarkes Bundesland mit einer international verflochtenen industriellen Mittelstandsstruktur, neue Marktchancen eröffnen und die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen stärken. Derzeit sind etwa 85 Prozent der europäischen Exporte in die Mercosur-Staaten mit Zöllen belegt, was jährliche Zusatzkosten von rund vier Milliarden Euro verursacht. Besonders kleine und mittlere Unternehmen könnten von einem Abbau dieser Handelshemmnisse profitieren.




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EU-Abgeordneter Ralf Seekatz ist zufrieden
Ralf Seekatz, rheinland-pfälzischer CDU-Europaabgeordneter, hob hervor, dass das Abkommen den Zugang zu einem Markt mit über 260 Millionen Menschen in Südamerika ermögliche und bis zu 440.000 Arbeitsplätze sichern könne. Er betonte zudem die Bedeutung klarer Schutzmechanismen für die Landwirtschaft, um negative Auswirkungen auf EU-Landwirte zu vermeiden. So können bei sensiblen Produkten wie Rindfleisch Einfuhren begrenzt oder gestoppt werden, wenn Marktverwerfungen drohen.

Praktische Umsetzung
Im Rahmen des Abkommens wird die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz ihre außenwirtschaftliche Expertise im Kompetenzzentrum Lateinamerika bündeln. Kai von Linden steht dort unter der Telefonnummer 0621 5904-1910 als Ansprechpartner für Unternehmen bereit, um sie bei der Markterschließung und der praktischen Umsetzung des Abkommens zu unterstützen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Politik & Wahlen   Wirtschaft  
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