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Pressemitteilung vom 09.01.2026    

Lesen statt fegen: Lions Club unterstützt Leseprojekt für junge Straftäter

Ein innovatives Leseprojekt bietet jungen Menschen im Strafverfahren die Möglichkeit zur Reflexion ihres Handelns. Dank der Unterstützung des Lions Clubs Neuwied-Andernach konnte das Projekt entscheidend erweitert werden.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Neuwied. Junge Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, stehen oft vor der Herausforderung, ihr Verhalten zu überdenken und die Gründe dafür zu verstehen. Ein speziell entwickeltes Leseprojekt setzt genau hier an. Es bietet einen pädagogisch begleiteten Zugang zur Reflexion des eigenen Handelns - ohne erhobenen Zeigefinger.

Dank einer Spende von 500 Euro des Lions Clubs Neuwied-Andernach konnte der Buchbestand des Projekts gezielt erweitert werden. Die ausgewählten Jugendbücher behandeln verschiedene Straftatbestände wie Körperverletzung, Diebstahl oder Drogendelikte und beleuchten jugendnahe Themen wie Gewalt, Sucht und Freundschaft.

Einzelkontakt zu den Jugendlichen
Das Projekt wird im Einzelkontakt zwischen einem Jugendlichen und einer sozialpädagogischen Fachkraft durchgeführt. Passend zum Delikt und zur persönlichen Situation wird ein Buch ausgewählt. Während des Lesens setzen sich die Jugendlichen intensiv mit den Inhalten auseinander und ziehen Parallelen zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit. Begleitende Gespräche vertiefen diese Eindrücke, wobei der Fokus auf der Entwicklung von Einsicht und Verantwortungsbewusstsein liegt.



Eingesetzt wird das Leseprojekt insbesondere im Diversions- und Jugendstrafverfahren sowie bei Schulpflichtverletzungen im Rahmen von Bußgeldverfahren. Es stellt eine sinnvolle Alternative zu Sozialstunden dar, getreu dem Motto: "Lesen statt fegen". Neben der persönlichen Reflexion werden auch Lese-, Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeiten gestärkt.

Durch die Unterstützung des Lions Clubs und das Engagement des Fördervereins konnte das Projekt nicht nur erweitert, sondern noch passgenauer auf die individuellen Lebenslagen der Jugendlichen zugeschnitten werden. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur präventiven Arbeit und eröffnet neue Perspektiven für junge Menschen. (PM/Red)


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