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Pressemitteilung vom 08.01.2026    

Nachnutzung statt Verfall: Stadtbild Deutschland präsentiert Konzept für Brückenturm in Erpel

Der Verein Stadtbild Deutschland schlägt eine innovative und nachhaltige Lösung für den ungenutzten Brückenturm der Ludendorffbrücke in Erpel vor. Ziel ist es, historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig sinnvoll zu nutzen.

Symbolbild. (KI-generiert)

Erpel. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Vereins Stadtbild Deutschland e. V. hat der Deutschen Bahn ein konkretes Konzept zur Nachnutzung des ungenutzten Brückenturms der Ludendorffbrücke in Erpel unterbreitet. Der stark sanierungsbedürftige Turm soll durch eine wirtschaftlich tragfähige und denkmalverträgliche Nutzung vor dem Verfall bewahrt werden.

Vorschlag für nachhaltige Nutzung
Kern des Konzepts ist die Sanierung des Brückenturms durch die Deutsche Bahn, verbunden mit einer anschließenden gewerblichen Nutzung im Innenraum. Vorgeschlagen wird die Einrichtung einer kleinmaßstäblichen Pilzproduktion, konkret für Austernpilze. Das geplante Nutzungskonzept sieht keine baulichen Veränderungen an der Substanz oder an bahnbetrieblichen Anlagen vor und ist nicht auf Publikumsverkehr ausgelegt.

Die Nutzung würde vollständig innerhalb des Turms stattfinden. Nach Angaben des Regionalverbandsleiters Thomas Napp wäre der Bahnbetrieb in keiner Weise beeinträchtigt. Ziel ist eine dauerhafte Nachnutzung, die Leerstand und Vandalismusrisiken reduziert und gleichzeitig regelmäßige Mieteinnahmen ermöglicht.

Wirtschaftlichkeit und Verantwortung
Die Zuständigkeiten wären laut Konzept klar geregelt: Die Deutsche Bahn verbliebe Eigentümerin des Bauwerks und zuständig für Statik und Außenhülle, während der Innenausbau und Betrieb vom Mieter übernommen würden. Dies ermögliche der Bahn eine wirtschaftliche Bewertung des Objekts, statt es als reinen Kostenfaktor zu führen.



Zudem weist der Verein auf mögliche Fördermittel aus dem LEADER-Programm Rhein-Ahr hin. Das europäische Förderinstrument unterstützt unter anderem nachhaltige Projekte und die Nachnutzung historischer Bauten im ländlichen Raum. Eine Förderung könnte die Sanierung wirtschaftlich zusätzlich absichern.

Denkmalschutz trifft Zukunftsperspektive
Stadtbild Deutschland sieht in dem Vorschlag eine gelungene Verbindung aus Denkmalschutz, Infrastrukturverantwortung und zeitgemäßer Nutzung. Technisch-historische Bauwerke wie der Brückenturm sollen nicht dem Verfall preisgegeben, sondern in neue Nutzungskonzepte integriert werden.

Der Verein hofft nun auf einen konstruktiven Dialog mit der Deutschen Bahn, um die Machbarkeit des Konzepts weiter zu prüfen und die Umsetzung gemeinsam voranzutreiben. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Unkel & Umgebung
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