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Nachricht vom 12.12.2025    

Ahrtalbahn: Vier Jahre nach der Flutkatastrophe wieder durchgehend befahrbar

Nach viereinhalb Jahren ist die Ahrtalbahn, die bei der verheerenden Flutkatastrophe im Sommer 2021 stark beschädigt wurde, wieder vollständig in Betrieb. Der Wiederaufbau war eine gewaltige Herausforderung, bei der zahlreiche Brücken und Bahnanlagen erneuert werden mussten.

Ahrstrecke. Foto: Thomas Frey/dpa

Altenahr. Weggeschwemmte Gleise, eingebrochene Brücken, beschädigte Bahnhöfe - die Flutkatastrophe im Ahrtal hinterließ im Jahr 2021 massive Zerstörungen. Nun, vier Jahre später, können Züge auf der Ahrtal-Strecke wieder durchgehend fahren. Ab dem nächsten Fahrplanwechsel soll der reguläre Zugverkehr wieder aufgenommen werden.

Bei der Flut im Sommer 2021 verloren in Rheinland-Pfalz 136 Menschen ihr Leben, davon 135 im Ahrtal. Ein Mensch wird weiterhin vermisst. In Nordrhein-Westfalen gab es 49 Todesopfer.

Die Deutsche Bahn berichtete kurz nach der Katastrophe, dass insgesamt Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen waren. Die Schäden an Strecken, Bahnhöfen und Fahrzeugen wurden damals auf rund 1,3 Milliarden Euro geschätzt. Die Flut habe die Infrastruktur der Bahn ?in historischem Ausmaß getroffen?, so die Deutsche Bahn. Insgesamt seien 50 Brücken, 40 Stellwerke, 180 Bahnübergänge und mehr als 100 Bahnhöfe beschädigt oder zerstört worden.

Bereits knapp vier Monate nach der Flut rollten wieder Züge auf einem ersten Abschnitt der Ahrtalbahn zwischen Remagen und dem Bahnhof Ahrweiler in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für den Wiederaufbau wurden unter anderem 4.200 Tonnen Kies und 7.800 Tonnen Schotter verbaut. Weitere Abschnitte folgten bald darauf.




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Zum Jahrestag der Flutkatastrophe im Jahr 2023 teilte die Deutsche Bahn mit, dass inzwischen 90 Prozent der betroffenen Bahnstrecken wieder befahrbar seien. Besonders der Abschnitt zwischen Walporzheim und Ahrbrück war schwer betroffen und erforderte einen nahezu vollständigen Neubau. Hier wurden 15 Brücken neu errichtet, sieben saniert und umfangreiche Arbeiten an Stützbauwerken und Bahndämmen durchgeführt.

Im Juli wurde bekannt gegeben, dass alle bei der Flutkatastrophe zerstörten Brücken neu gebaut sind. Auch die Sanierung der fünf Tunnel zwischen Rech und Altenahr ist abgeschlossen. Insgesamt wurden 18 Kilometer Gleis mit 28.000 Schwellen, 60.000 Tonnen Schotter, 36.000 Meter Schienen und 9 Weichen erneuert.

Am Freitag wird die Strecke offiziell eröffnet. An der Veranstaltung nehmen unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, und die parteilose Ahr-Landrätin Cornelia Weigand teil. (dpa/bearbeitet durch Red)


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