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Pressemitteilung vom 11.12.2025    

Wirtschaft in der Krise: IHK Koblenz fordert Reformen und setzt auf Cybersecurity

In der Wintersitzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz wurden richtungsweisende Entscheidungen für das kommende Jahr getroffen. Angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und unzufriedener Unternehmen fordert die IHK deutliche Reformen.

V.l.: Matthias Ess, Thomas Bellersheim, Wolfgang Küster, Rolf Löhmar, Hans-Jörg Platz, IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing, Jörg Schäfer, Maren Hassel-Kirsche, Markus Klingspor und Martin Hörhammer (beide Medialine Group), IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel. (Foto: Kerstin Gehring/IHK Koblenz)

Koblenz. Die Vollversammlung der IHK Koblenz hat in ihrer Wintersitzung die Weichen für die Arbeit im Jahr 2026 gestellt. Vor dem Hintergrund einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage, die durch den schlechtesten Lagewert seit 16 Jahren in der Herbst-Konjunkturumfrage bestätigt wurde, sieht die IHK dringenden Handlungsbedarf. "Die Unternehmen brauchen endlich bessere Rahmenbedingungen. Hier sind insbesondere EU- und Bundespolitik in der Verantwortung. Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 erwarten wir klare Signale für eine wirtschaftsfreundliche Politik und weniger Bürokratie", betonte IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing.

Um die Belastung durch übermäßige Bürokratie noch sichtbarer zu machen, plant die IHK gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen im ersten Quartal 2026 eine Kampagne zur Sensibilisierung für Bürokratiebelastungen.

Neben den Jahresaktivitäten wurden auch strategische Entscheidungen getroffen. Die Zusammenarbeit mit der WHU - Otto Beisheim School of Management - soll fortgeführt werden, allerdings mit neuen Schwerpunkten. Ziel ist es, dem regionalen Mittelstand weiterhin den Zugang zu jungen Talenten und akademischem Wissen zu ermöglichen. "Die Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein entscheidender Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit", so Szczesny-Oßing.



Im zweiten Teil der Sitzung lag der Fokus auf Cybersecurity. Markus Klingspor, Mitglied der Geschäftsleitung der Medialine Security GmbH und Vorsitzender des Ausschusses für Digitalisierung und IT-Wirtschaft der IHK-Region Stuttgart, betonte die Bedeutung einer umfassenden Cyberstrategie für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. "Digitale Sicherheit ist längst ein Standortfaktor. Wer hier nicht investiert, gefährdet seine Zukunft", unterstrich die IHK-Präsidentin. Cybersecurity sei nicht nur eine technische Frage, sondern erfordere auch eine Kultur der Achtsamkeit und kontinuierlichen Anpassung in den Unternehmen. (PM/Red)


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