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Pressemitteilung vom 05.12.2025    

Wieselweg Neuwied: Wo betagte Katzen auf ein neues Zuhause hoffen

Die Katzenhilfe Neuwied steht vor einer besonderen Herausforderung. Immer mehr ältere Katzen, die aus verschiedenen Gründen abgegeben werden, finden schwer ein neues Zuhause. Warum diese Tiere oft übersehen werden und wie der Verein ihnen dennoch helfen möchte, erfahren Sie hier.

Die weiße Angorakatze Elli ist 20 Jahre alt und bereits zum zweiten Mal bei der Katzenhilfe Neuwied. Der 17-jährige rot-weiße Vladi hofft trotz seines Alters auf eine zweite Chance. Brooklyn ist 15 und lebte bislang vor allem draußen. Jetzt hofft er auf ein Zuhause, in dem er auch mal auf dem Sofa liegen kann. (Fotos: Doris Litz)

Neuwied. Die Tierheime sind seit Jahren überlastet, doch bei der Katzenhilfe Neuwied sorgt nicht nur die Menge an Tieren für Probleme. Es sind hauptsächlich die älteren Katzen im "Miezhaus", die den Verantwortlichen Sorgen bereiten.

Vladi, ein 17-jähriger rot-weißer Kater, zeigt deutlich sein Alter. Sein Besitzer konnte sich aufgrund von Krankheit nicht mehr um ihn kümmern, weshalb Vladi nun in der Obhut der Katzenhilfe ist. Neben ihm lebt Elli, eine 20-jährige schneeweiße Angorakatze, die bereits einmal Glück hatte, ein neues Zuhause zu finden. Doch wird ihr das erneut gelingen?

Im Wieselweg 1, der Hauptpflegestelle der Katzenhilfe Neuwied, leben derzeit auch Brooklyn (15), Lucky (14), Luzie (13) und Mira (13). Einige Senioren haben das Glück, auf privaten Dauerpflegestellen ihren Lebensabend zu verbringen, wobei die Tierarztkosten von der Katzenhilfe übernommen werden. "Aber für viele Tiere ist es die einzige Möglichkeit, nicht im Tierheim sterben zu müssen", erklärt Ingrid Haberscheidt, Pflegestellenleiterin und Zweite Vorsitzende des Vereins. Die gestiegenen Tierarztkosten schrecken viele potenzielle Adoptanten ab.

Ältere Katzen suchen dringend ein neues Zuhause oder Paten

Ingrid Haberscheidt berichtet, dass die Zahl der Katzensenioren in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Gründe dafür sind unter anderem, dass ältere Menschen in Heime ziehen oder versterben und ihre Katzen zurücklassen. Zudem können viele die Kosten für Arztbesuche ihrer älteren Lieblinge nicht mehr tragen.



Ein weiteres Hindernis bei der Vermittlung ist die emotionale Belastung durch den möglichen Verlust eines geliebten Haustiers. "Gerade Menschen, die Tiere sehr lieben, scheuen oft auch das Leid, das sie mit dem Einzug einer solchen Katze auf sich zukommen sehen", so Haberscheidt. Dennoch hofft sie, dass sich bald jemand findet, der den älteren Katzen im Wieselweg ein liebevolles Zuhause schenkt.

Wer nicht adoptieren kann, aber helfen möchte, hat die Möglichkeit, eine Patenschaft für ein Tier zu übernehmen, das auf Dauerpflegestellen lebt. "Wir sind dankbar für jeden, der auf diese Weise Verantwortung übernimmt", sagt Haberscheidt.

Weitere Informationen erhalten Interessenten und alle Menschen, die eine Patenschaft übernehmen oder den Verein unterstützen möchten, bei Ingrid Haberscheidt unter der Rufnummer 0157-52687661 oder auf der Homepage des Vereins. (PM/Red)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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