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Pressemitteilung vom 04.12.2025    

Pflegekammer Rheinland-Pfalz: Mitglieder sollen über Zukunft entscheiden

Nach fast einem Jahrzehnt gibt es in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz Unmut unter den Mitgliedern. Eine Befragung soll nun Aufschluss über die Wünsche und Meinungen der Mitglieder geben.

Clemens Hoch im Interview. (Foto: Helmut Fricke/dpa)

Rheinland-Pfalz. Zehn Jahre nach ihrer Gründung steht die Pflegekammer Rheinland-Pfalz auf dem Prüfstand. Die Sinnhaftigkeit und der Zweck dieser Interessenvertretung werden von einigen Mitgliedern infrage gestellt. Um ein aktuelles Meinungsbild zu erhalten, planen das Land und die Kammer eine Mitgliederbefragung für das Jahr 2026, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) in Mainz mitteilte.

Viele Mitglieder äußern den Wunsch nach Veränderungen und stellen den Fortbestand der Kammer zur Diskussion. Ein zentraler Kritikpunkt ist die Pflichtmitgliedschaft, die - wie bei anderen Kammern üblich - mit Beiträgen verbunden ist. Diese Befragung soll vor den bevorstehenden Wahlen der Vertreterversammlung stattfinden, erklärte Hoch weiter. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Pflegekammer ihre Bedeutung und Arbeitsweise transparent darstellen kann: "Ich bin zuversichtlich, dass die Pflegekammer klar und offen kommuniziert, warum sie wichtig ist und wie sie arbeitet. Dazu gehört auch, transparent und nachvollziehbar ihre Aufgaben, ihre Leistungen und ihre Verantwortung darzustellen."



Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz war bei ihrer Entstehung im Jahr 2016 bundesweit Vorreiter. Sie vertritt die Interessen von rund 40.000 Pflegekräften im Land. Hoffnungen, dass die Pflichtmitgliedschaft abgeschafft wird, erteilte Minister Hoch jedoch eine Absage. Laut ihm sei eine solche Selbstverwaltung nur erfolgreich, wenn alle Mitglieder verpflichtend teilnehmen: "Das bedeutet, dass eine gemeinsame Interessenvertretung auch mit gemeinsamer Verantwortung verbunden ist - dazu gehören selbstverständlich auch Beiträge." (dpa/bearbeitet durch Red)


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