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Nachricht vom 01.12.2025    

Neuanfang in Neuwied: Bildung bleibt, Produktion endet bei Informa gGmbH

In Neuwied gibt es einen Lichtblick für die Informa gGmbH. Während zentrale Bildungs- und Beratungsangebote unter neuer Trägerschaft weitergeführt werden, muss der Produktionsbereich schließen. Was das für die Mitarbeitenden bedeutet, zeigt ein Blick auf die Details.

Symbolbild: Pixabay.

Neuwied. Am 1. Dezember übernimmt die neu gegründete Informa Rheinhören GmbH wesentliche Bereiche der Informa gGmbH im Rahmen eines laufenden Insolvenzverfahrens. Unter der Leitung von Stefan Lohr wird die neue Gesellschaft, Teil der Inklura-Gruppe, die Angebote in Bildung, Beratung und Vermittlung fortführen. Der Standort wechselt in die Innenstadt von Neuwied, um die Zugänglichkeit zu verbessern.

Produktionsbereiche werden geschlossen
Für den Produktionssektor der Informa, einschließlich Wäscherei, Sortierung, Näherei und Kantine, konnten keine wirtschaftlich tragfähigen Lösungen gefunden werden. Rund 30 Mitarbeitende verlieren dadurch ihre Arbeitsplätze, darunter viele langjährig Beschäftigte mit Hörbeeinträchtigung. "Wir bedauern sehr, dass keine Lösung für die Produktion gefunden werden konnte", erklärt Insolvenzverwalter Dr. Alexander Jüchser. Die betroffenen Mitarbeitenden hätten über Jahre hinweg Herausragendes geleistet.



Anerkennung für die Belegschaft
Die Mitarbeitenden der Informa gGmbH, insbesondere jene mit Hörbeeinträchtigungen, haben sich durch hohe Verlässlichkeit und beeindruckende Fachlichkeit ausgezeichnet. Sie wurden tariflich entlohnt und vollständig in den Sozialversicherungskreislauf eingebunden, was eine besondere Form gelebter Inklusion darstellt. Sandra Müller und Kerstin Comes, Geschäftsführung der Informa gGmbH, danken den Teams für ihr Engagement und ihre Geduld in den letzten herausfordernden Monaten.

Klarer Kurs für die Zukunft
Die Informa Rheinhören GmbH plant, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Strukturen zu schaffen, um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. "Ziel ist es, den Klientinnen und Klienten sowie den Mitarbeitenden eine verlässliche Perspektive zu geben", so Geschäftsführer Stefan Lohr. Die Integration in die Inklura-Gruppe bietet erweiterte fachliche Ressourcen und neue Entwicklungsmöglichkeiten. PM/Red


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