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Nachricht vom 27.11.2025    

Startschuss für Familiengrundschulzentren in Neuwied

Von Wolfgang Tischler

In Neuwied beginnt ein neues Kapitel in der Bildungslandschaft. Die Stadt und das rheinland-pfälzische Bildungsministerium haben eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Doch was genau steckt hinter den sogenannten Familiengrundschulzentren?

Von links: Peter Jung, Jan Einig, Sven Teuber, Claudia Bartels, Ina Mang und Manuel Mouget. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Am 27. November 2025 unterzeichneten Oberbürgermeister Jan Einig und Bildungsminister Sven Teuber sowie die Schulleiterinnen Ina Mang, Claudia Bartels und Schulleiter Manuel Mouget eine Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung von Familiengrundschulzentren an drei Neuwieder Grundschulen: der Marienschule, der Geschwister-Scholl-Schule und der Sonnenlandschule. Diese Zentren sollen Schulen als Lebens-, Lern- und Begegnungsorte im Sozialraum fest verankern.

Familiengrundschulzentren bündeln Angebote wie Elternberatung, Lern- und Freizeitangebote, Sprachkurse sowie Maßnahmen zur gesunden Ernährung direkt vor Ort. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Familien niedrigschwellig zu unterstützen und die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern. Grundlage dieser Zusammenarbeit ist das landesweite Startchancen-Programm, an dem die Marienschule und die Geschwister-Scholl-Schule bereits teilnehmen.

Oberbürgermeister Jan Einig betont: "Wir eröffnen Kindern bessere Wege in ihre Zukunft. Mit den Familiengrundschulzentren bündeln wir Kräfte, stärken die Schulen in den Stadtteilen und schaffen echte Chancen für Familien, die Unterstützung brauchen. Das ist ein starkes Signal für unsere Stadt." Bürgermeister Peter Jung ergänzt: "Die Familiengrundschulzentren sind ein zentraler Baustein für mehr Chancengerechtigkeit. Schule endet nicht an der Klassenzimmertür. Wir öffnen sie weiter in den Sozialraum, schaffen Zugänge, unterstützen Eltern und geben Kindern die Möglichkeiten, die sie verdienen."



Bildungsminister Sven Teuber fügt hinzu: "Familiengrundschulzentren stärken Bildungsgerechtigkeit. Sie machen Kinder stark und greifen ihren Eltern und den Lehrkräften unter die Arme. Sie bereiten den Boden für Lernerfolg und unterstützen soziale Kompetenzen."

Die beteiligten Schulen verfügen über etablierte Schulsozialarbeit, hohe Bedarfe in herausfordernden Lagen und gewachsene Kooperationen mit Jugendhilfe, Sozialamt und freien Trägern. In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Angebote wie Kochvormittage, Elternsprachkurse und Hausaufgabenhilfen aufgebaut. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung beginnt nun die gemeinsame Konzeptentwicklung. Die Stadtverwaltung stimmt sich eng mit den Schulen, dem Bildungsministerium und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ab, um die Familiengrundschulzentren zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Betrieb zu nehmen und die vorhandenen Strukturen dauerhaft zu stärken. woti


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