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Nachricht vom 10.11.2025    

US-Wissenschaftler John D. Speth erhält renommierten HUMAN ROOTS AWARD

Das Archäologische Forschungszentrum MONREPOS verleiht den HUMAN ROOTS AWARD 2025 an den angesehenen Anthropologen Prof. Dr. John D. Speth. Der Preis würdigt seine herausragenden Beiträge zur Erforschung der frühen Menschheitsgeschichte.

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Neuwied/Mainz. Der HUMAN ROOTS AWARD wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vom Archäologischen Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS verliehen, das Teil des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) mit Sitz in Mainz ist. Die Auszeichnung geht an den US-amerikanischen Anthropologen Prof. Dr. John D. Speth, einen führenden Forscher zur frühen Menschheitsgeschichte. Die Jury von MONREPOS hebt insbesondere seinen analytischen Blick auf historische Quellen und seine Studien zur Ernährung in der Altsteinzeit hervor. Der HUMAN ROOTS AWARD ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet Wissenschaftler aus, die bedeutende Beiträge zum Verständnis der menschlichen Verhaltensevolution geleistet haben.

John D. Speth zählt zu den weltweit führenden Experten für das Leben und die Ernährung von Jägern und Sammlern in der Altsteinzeit. Er ist emeritierter Professor für Anthropologie und war als Kurator am Museum für Anthropologie der Universität von Michigan, Ann Arbor, USA, tätig. Seine Fachgebiete umfassen die Zooarchäologie, die Archäologie der Alt- und Mittelsteinzeit sowie die Ethnohistorie, die schriftliche und mündliche Überlieferungen mit archäologischen Funden verbindet. In seiner über fünf Jahrzehnte währenden Karriere hat Speth wesentliche Beiträge dazu geleistet, wie unsere Vorfahren ihre Nahrung beschafften, verarbeiteten und teilten. Seine umfangreichen Feldforschungen im Südwesten der USA und im Nahen Osten haben die Debatten über Fleischverzehr, Großwildjagd und soziale Verhaltensweisen der frühen Menschen neu gestaltet. Speth stellte lang gehegte Annahmen infrage, etwa die Bedeutung von Eiweiß als wichtigste Nahrungsquelle, und zeigte auf, dass Fett und soziale Beziehungen entscheidend für das Überleben waren.



Sein interdisziplinärer Ansatz, archäologische Daten mit Erkenntnissen aus Physiologie und Ethnographie zu verbinden, hat ihm einen herausragenden Platz in der anthropologischen und archäologischen Forschung eingebracht.

Der HUMAN ROOTS AWARD wird seit 2017 vom Archäologischen Forschungszentrum MONREPOS verliehen und gilt als bedeutender Preis in der Archäologie und menschlichen Verhaltensevolution. Ziel des Preises ist es, den interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog zu fördern und das öffentliche Bewusstsein für die Relevanz der Erkenntnisse aus der Erforschung der Menschwerdung zu stärken. "Wir möchten mit dem HUMAN ROOTS AWARD eine Brücke zwischen der Archäologie der Menschwerdung und anderen Wissenschaften schlagen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Leiterin von MONREPOS und Mitglied der Preisjury.

Nach dem Tod von Irenäus Eibl-Eibesfeldt, einem der Gründerväter der Humanethologie und Schirmherr des ersten HUMAN ROOTS AWARD, hat seit 2018 der Evolutionsbiologe Richard Dawkins die Schirmherrschaft übernommen. Zu den weiteren Preisträgern zählen Steven Pinker und Robin Dunbar. 2022 wurde der Entwicklungspsychologe Michael Tomasello geehrt, und 2024 erhielt erstmals eine Archäologin, Paola Villa, die Auszeichnung. Red


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