Werbung

Nachricht vom 07.11.2025    

Häusliche Gewalt im Fokus: Rheinland-Pfalz treibt Reformen bei Justizministerkonferenz voran

Auf der Justizministerkonferenz wurden wichtige Themen aus Rheinland-Pfalz diskutiert. Zwei Vorschläge des Justizministers Philipp Fernis fanden Zustimmung, während ein dritter auf Widerstand stieß.

Philipp Fernis auf dem Grünen Sofa. (Foto: Lando Hass/dpa)

Mainz/Leipzig. Auf der jüngsten Justizministerkonferenz wurden zwei von drei Anträgen aus Rheinland-Pfalz angenommen. Der rheinland-pfälzische Justizminister Philipp Fernis (FDP) konnte die Konferenz davon überzeugen, Maßnahmen zur besseren Erkennung häuslicher Gewalt und zur faireren Verteilung wirtschaftlicher Risiken nach Naturkatastrophen zu unterstützen. Ein Vorschlag zur Beschleunigung von Abschiebeverfahren fand hingegen keine Mehrheit.

Verbesserter Informationsaustausch bei häuslicher Gewalt

Die Länder haben sich darauf geeinigt, eine Rechtsgrundlage zu prüfen, die es Strafverfolgungsbehörden ermöglichen soll, Informationen über häusliche Gewalt innerhalb fachübergreifender Arbeitsgruppen einfacher auszutauschen. Dies könnte dazu beitragen, Gefährdungslagen in Hochrisikofällen früher zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Bisher sind dafür oft umfangreiche datenschutzrechtliche Prüfungen notwendig, was den Prozess verzögert.

Unterstützung für Vermieter nach Naturkatastrophen
Wenn nach einer Naturkatastrophe wie der Ahrflut vor gut vier Jahren eine Wohnung unbewohnbar wird, muss der Vermieter für den Ersatz, also eine andere Wohnung oder ein Hotelzimmer, finanziell aufkommen. In Ausnahmesituationen wie der Flutkatastrophe könne das zu einer unangemessenen Belastung des Vermieters führen. Das soll jetzt mit einer Erweiterung der entsprechenden Regelung im Bundesgesetzbuch abgemildert werden.



Einzelrichter statt Kammer bei Abschiebungsverfahren
Der dritte Vorschlag von Fernis, der eine Entlastung der Verwaltungsgerichte bei Wohnungsdurchsuchungen im Rahmen von Abschiebungen vorsah, konnte sich nicht durchsetzen. Fernis hatte vorgeschlagen, dass ein Einzelrichter anstelle einer ganzen Kammer über solche Durchsuchungen entscheiden solle. In einigen Bundesländern seien nicht die Verwaltungsgerichte, sondern die Amtsgerichte zuständig. Und dort entscheiden bereits einzelne Richter darüber, ob eine Wohnung nach einem ausreisepflichtigen Flüchtling durchsucht werden darf. (dpa/bearbeitet durch Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Rheinland-Pfalz


Hitzewelle lässt Flüsse in Rheinland-Pfalz aufheizen - Rhein könnte 27 Grad erreichen

Die anhaltende Sommerhitze hat die Wassertemperaturen in den Flüssen von Rheinland-Pfalz deutlich steigen ...

Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Anwaltsschreiben aus Rheinland-Pfalz

In Sachsen sorgt ein täuschend echter Betrugsversuch für Verunsicherung. Die Verbraucherzentrale warnt ...

Aktualisiert: Lkw-Brand auf der A48 bei Bendorf sorgte für Sperrung

Ein brennender Schwertransporter hatte in den frühen Dienstagmorgenstunden (23. Juni) die A48 bei Bendorf ...

Hochsommerliches Wetter in Rheinland-Pfalz: Temperaturen steigen weiter an

Die hochsommerlichen Temperaturen in Rheinland-Pfalz halten an und klettern in den kommenden Tagen sogar ...

Hitzewelle in Rheinland-Pfalz: Maßnahmen und Tipps für den Schutz der Gesundheit

Die anhaltende Hitzeperiode stellt die Menschen in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen. Gesundheitsminister ...

Drei Vermisste bei Biblis: Rhein-Suche ohne Erfolg, Polizei bittet um Hilfe

Nach den tragischen Badeunfällen am Samstagabend bei Biblis ist die Suche nach drei vermissten Männern ...

Weitere Artikel


Gedenkfeier für Martin Rudolph: Ein Abend des Erinnerns

Am Donnerstag, 13. November, versammeln sich Freunde und Weggefährten in Bad Marienberg, um dem verstorbenen ...

Standesamt Neuwied: Geänderte Öffnungszeiten bis Ende November

Personalausfälle zwingen das Standesamt in Neuwied, seine Öffnungszeiten bis Ende November 2025 anzupassen. ...

Neuwied: Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen durch falsche Beamte

Im Großraum Neuwied häufen sich derzeit betrügerische Anrufe. Die Täter geben sich als Polizeibeamte ...

Spuren auf dem Ausbildungsmarkt: Regionale Unterschiede und Herausforderungen

Zum Ende des Ausbildungsjahres 2024/25 zieht die Arbeitsagentur Neuwied Bilanz. Trotz eines stabilen ...

Agrarveranstaltung Westerwald Bank: Hofübergabe ohne Konflikte steuern

In allen Branchen sind Nachfolgeregelungen großes und wichtiges Thema. Wie das in der Landwirtschaft ...

Verkehrsunfall mit Fahrerflucht in Andernach: Jugendlicher verletzt

In Andernach ereignete sich ein Verkehrsunfall, bei dem ein 16-jähriger Junge leicht verletzt wurde. ...

Werbung