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Nachricht vom 28.10.2025    

Finanzielle Herausforderungen beim Landeskrankenhaus in Andernach

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat finanzielle Schwierigkeiten des Landeskrankenhauses in Andernach eingeräumt, beruhigt jedoch, dass keine wirtschaftliche Schieflage vorliegt.

Rhein-Mosel-Fachklinik. Foto: Thomas Frey/dpa

Mainz/Andernach. Der Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch (SPD), versicherte im Gesundheitsausschuss des Landtags in Mainz, dass trotz finanzieller Probleme des Landeskrankenhauses in Andernach keine wirtschaftliche Schieflage besteht. "Niemand müsse sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz und die medizinische Versorgung der Bevölkerung machen", sagte Hoch. Kündigungen seien ausdrücklich nicht vorgesehen.

Für das laufende Jahr wird ein Jahresverlust im zweistelligen Millionenbereich erwartet. Hauptursachen dafür sind laut Hoch hohe Personalkosten aufgrund von Tarifsteigerungen sowie die allgemeine schwierige finanzielle Lage im Gesundheitssektor. Zur Verbesserung der Situation wurden im Aufsichtsrat organisatorische Maßnahmen beschlossen, zudem soll externe Beratung hinzugezogen werden.

Das Landeskrankenhaus ist der größte Träger im psychiatrisch-psychotherapeutischen und neurologischen Bereich in Rheinland-Pfalz mit mehr als 5.400 Beschäftigten an 30 Standorten. Medienberichten zufolge beläuft sich der erwartete Verlust auf rund 14 Millionen Euro. Die Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium, Nicole Steingaß (SPD), ist die Vorsitzende des Aufsichtsrats.



Clemens Hoch versprach, den anonymen Hinweisen nachzugehen, die Managementprobleme für die finanzielle Situation verantwortlich machen. Diese Vorwürfe, die starke Kritik an Geschäftsführer Alexander Wilhelm beinhalten, würden sehr ernst genommen. Eine externe Kanzlei wurde zur Klärung eingeschaltet. Hoch bedauerte jedoch, dass diese Hinweise nicht offen geäußert wurden.

Geschäftsführer Wilhelm zeigte sich überrascht von den Vorwürfen und konnte sie nicht nachvollziehen. Er verwies auf positive Rückmeldungen von Führungskräften und betonte, dass das Ausscheiden von Führungskräften normal sei und nur wenige Fälle betreffe. Es gebe keinen Substanzverlust und das Landeskrankenhaus sei stabil aufgestellt. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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