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Pressemitteilung vom 28.10.2025    

Unterstützung für die Limes-Anlagen: Ehrenamtliche Arbeit in Rheinbrohl

In Rheinbrohl, einem Ort mit bedeutender römischer Geschichte, engagieren sich Ehrenamtliche für den Erhalt der historischen Limes-Anlagen. Eine Streuobstwiese spielt dabei eine zentrale Rolle.

Alfons Rott mäht die Streuobstwiese am Limes. (Foto: Hansjörg Hausen)

Rheinbrohl. Am Schnittpunkt der UNESCO-Welterbestätten Obergermanisch-Raetischer und Niedergermanischer Limes liegt das offizielle Limesinformationszentrum des Landes Rheinland-Pfalz, die RömerWelt am caput limitis. Im Rheinbrohler Wald sind zahlreiche Spuren des römischen Grenzwalls zu entdecken. Besonders hervorzuheben ist der Distrikt "An Hottels Buchen", wo einst drei Wachttürme standen. Diese Turmstelle 1/8 ist heute ein Anziehungspunkt für Wanderer und Geschichtsinteressierte.

Um die historische Bedeutung dieser Stelle zu bewahren und sie als archäologische Stätte zu präsentieren, erwarb die Ortsgemeinde durch ein Tauschverfahren die dortige große Streuobstwiese. Die Limes-Arbeitsgruppe des Vereins "Freunde des Limes" errichtete dort eine Schutzhütte, die "Waldschule", welche von vielen Besuchern frequentiert wird. Die Hüttenbücher zeigen, dass Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland diesen Ort besuchen. Der Weg zur Turmstelle ist Teil des Westerwaldsteigs und gleichzeitig als "RömerWelt-Weg" bekannt.




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Reste eines römischen Turms
Der zuletzt errichtete der drei Wachttürme ist noch gut einen Meter hoch erhalten. Die Fundamente eines Vorgängerturms wurden zum Schutz abgedeckt. Ein Limes-Lehrpfad führt durch die Entwicklungsphasen der römischen Grenzanlage, erläutert auf Informationstafeln.

Die Pflege der Anlage, einschließlich der Streuobstwiese, übernimmt die Limes-Arbeitsgruppe. Regelmäßige Mäharbeiten und Baumpflege gehören dazu. Die Wiese wird erst im Herbst gemulcht, um die Artenvielfalt zu fördern. Da die Ortsgemeinde finanzielle Einschränkungen hat, unterstützen Ehrenamtliche wie Alfons Rott, der kürzlich die Wiese mulchte und Wildschweinschäden ausglich. Bei einem kleinen Umtrunk dankte Benno Willscheid, Leiter der Limes-Arbeitsgruppe, für diese Unterstützung. (PM/Red)


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