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Nachricht vom 12.10.2025    

Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf in Betzdorf - Der Mörder läuft noch frei herum

Von Helmi Tischler-Venter

Rund 500 Menschen strebten am Freitagabend in die Stadthalle Betzdorf, um den Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf und seine Frau Bettina Göschl in einer Krimilesung mit Musik zu erleben. Die Veranstaltung markierte das Ende des beliebten Westerwälder Krimifestivals "Mordsregion Westerwald" mit 18 Autoren in 17 Veranstaltungen. Organisiert hatte es der Literatur- und Kulturverein „Wäller Rumkugeln“ aus Betzdorf.

Klaus Peter Wolf. Fotos: Wolfgang Tischler

Betzdorf. Im Namen der „Rumkugeln“ begrüßte Markus Büth das Publikum und holte sich zwei Helfer auf die Bühne: Ehrenrumkugel Landrat Dr. Peter Enders und den heimischen Krimi-Autor Micha Krämer. Von ihnen war zu erfahren, dass das Krimifestival in zwei Jahren wieder in ähnlicher Form stattfinden wird im Kreis Altenkirchen plus Hachenburg.

Der erfolgreiche Schriftsteller Klaus-Peter Wolf kam fröhlich winkend in seinen Markenzeichen – Hut und rote Hosenträger – auf die Bühne. Bettina Göschl erfuhr auch, warum sie im Vorfeld nach ihrer Konfektionsgröße gefragt worden war: Wolf und Göschl waren mit einstimmigem Votum aller „Rumkugeln“ ebenfalls zu „Wäller Rumkugeln“ ernannt worden und wurden nun mit deren Insignien, T-Shirts und Jacken ausgestattet.

Klaus-Peter Wolf freute sich sehr, einen voll besetzten Saal vor sich zu sehen. Bettina Göschl, die am Vormittag mit den "Nordseedetektiven" und den "Schiffsgeistern" eine Schülerveranstaltung für 500 Kinder und 80 Lehrer gestaltet hatte, eröffnete die Krimilesung mit dem gesummten „Ostfriesen-Blues“. Wolf erzählte unterhaltsam. Wie es zu dieser Wahl kam. Dann meinte er fröhlich: „Entspannen Sie sich, ich in es gewöhnt, dass Sie im Schlafanzug vorm Fernseher sitzen!“

Der Krimi-Erzähler las den Anfang seines neuesten Werks „Weihnachtsmann-Killer“, Teil drei: „Er war anders als die anderen Männer. Er bedrängte sie nicht.“ „Er“ ist der Weihnachtsmann-Killer Tobias Henner, ein echter Ostfriese aus Norden, der als tot gilt. „Sie“ ist die aus der Düsseldorfer Psychiatrie geflohene Susi, die jetzt glücklich ist, keine Pillen mehr nimmt, mit Tobias Mühle und Dame spielt und am liebsten Pommes isst. Bei Tobias hat sie einen Adventskalender mit einer Todesliste gesehen. „Die muss ich noch abarbeiten. Das bin ich mir schuldig.“

Susi ruft die Psychiaterin Frau Dr. Boden an, um sie zur Hochzeit einzuladen. Die Weihnachtsmann-Killer-Fachfrau hört im Hintergrund Henners Stimme und alarmiert Ann-Kathrin Klaassen. Dann tauchen im Hafen die Leichen von Dr. Boden und einem Polizisten auf. Dessen Holster ist leer, der Mörder hat jetzt die Waffe. Weller und Rupert wissen sofort: „Er ist wieder da!“



Bettina Göschl sang zur Gitarre ein Liebeslied von Ann Kathrin an Weller: „Du bist die Hand in meinem Rücken“, während ein Weihnachtsmann über die Bühne ging.

Traditionell veröffentlicht Klaus-Peter Wolf jedes Jahr drei Romane. In diesem Jahr erschienen seine Bücher "Ostfriesennebel" und "Ein mörderisches Paar. Der Sturz", der dritte Teil der Trilogie um "Deutschlands beliebtesten Serienkiller" und seine Frauke. Die Bände erreichten sofort Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste - ein Erfolg, den Wolf bereits zum 20. Mal feiern kann.

"Der Weihnachtsmann-Killer 3“ war in Betzdorf leider bereits ausverkauft, ebenso die mit Bettina Göschl gemeinsam verfassten Kinder-Krimis „Nordsee-Detektive“. Das Künstlerpaar ist der Überzeugung „Wenn unsere Kinder aufhören, zu lesen, sind wir als Kulturnation verloren". Um die Leselust pubertierender Jugendlicher wieder anzukurbeln, schrieb es zwei Bücher aus der Sicht von Jugendlichen: „Echt jetzt“ und „Felix und das wahre Leben“.

Klaus-Peter Wolf erzählte viele lustige Anekdoten aus seinem Leben und beteuerte: „Schreiben ist für mich Glücksgefühl und ganz großes Abenteuer. Ich kann mich in ganz verschiedene Figuren verwandeln und aus deren Sicht erzählen.“ Dann verwandeln sich sein Gesichtsausdruck und der Geruch in der Wohnung mit. Bettina Göschl sang dazu: „Wenn mein Mann einen neuen Krimi schreibt…“

Mit „Darlings“, vorweggedruckten Lieblingssätzen, die im Roman nicht vorkommen, aber aufgehoben werden sollen, brachte der Autor seine Zuhörer zum Lachen. Besonders Kommissar Rupert ist immer für coole Sprüche gut.

Göschl sang zum Abschluss ein Lied über die gemeinsamen Lese-Touren per Bahn: „Mord im Ostfriesen-Express“. Wolf warnte nach dem schönen Abend: „Der Mörder läuft noch frei rum!“ htv



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