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Pressemitteilung vom 03.10.2025    

Gemeinsam stark im Kinderschutz: Netzwerkkonferenz in Neuwied

In Neuwied fand die 15. Netzwerkkonferenz zum Thema Kinderschutz statt, bei der sich Fachkräfte aus Stadt und Kreis austauschten. Im Zentrum stand die Frage, wie man mit Herausforderungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen umgehen kann.

Netzwerkkoordinatorinnen Laura Rockenfeller (links) und Franziska Klein (rechts) mit (von links nach rechts) der Vortragenden Anke Wagner, Bürgermeister Peter Jung, Heidemarie Steffl vom Landesjugendamt, sowie den Kollegen von Stadt und Kreis: Harald Schwers, Uwe Kugler und Sammy Labidi. (Foto: Melanie Lange)

Neuwied. Im Amalie-Raiffeisen-Saal der Neuwieder Volkshochschule versammelten sich rund 200 Teilnehmer zur 15. Netzwerkkonferenz Kinderschutz. Bürgermeister Peter Jung eröffnete die Veranstaltung und lobte das Engagement der Fachkräfte. Er hob die Bedeutung von Strategien hervor, die sowohl Kinder als auch Fachkräfte stärken können. "Ich denke an das Kind, das mit Bauchschmerzen in die Schule kommt, oder an den Jugendlichen, der wütend aus dem Unterricht stürmt, weil er keine andere Sprache kennt, um seine Überforderung zu zeigen", erklärte Jung.

Franziska Klein vom städtischen Jugendamt und Laura Rockenfeller vom Kreisjugendamt betonten, dass es nicht nur um theoretische Erkenntnisse gehe. "Sozial-emotional entgleiste Kinder und Jugendliche sind nicht einfach ungehorsam. Sie fordern das System heraus - zugleich zeigen sie großes Entwicklungspotenzial, wenn sie die richtige Unterstützung und stabile Bindungen erhalten", so die Koordinatorinnen.

Fachvortrag mit wissenschaftlicher Tiefe und Praxisnähe
Im Mittelpunkt der Konferenz stand der Vortrag von Anke Wagner vom Institut für konstruktive Psychologie in Wittlich. Sie beleuchtete Ursachen und Erscheinungsformen sozial-emotionaler Beeinträchtigungen und stellte systemische Möglichkeiten zur Stressregulation vor. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung früher Bindungserfahrungen. Wagner zeigte anhand neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und praxisnaher Beispiele auf, wie Fachkräfte Kinder und Jugendliche unterstützen können, während sie gleichzeitig ihre eigene Belastbarkeit im Blick behalten.



Austausch und Vernetzung
Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven zu entwickeln. "Diese Konferenz ist mehr als ein Treffen von Fachleuten - sie ist ein Raum für neue Ideen, für Mut und für gemeinsame Strategien, die nicht nur kurzfristig entlasten, sondern langfristig tragen", betonten die Koordinatorinnen. Die enge Zusammenarbeit von Stadt, Kreis und Fachkräften vor Ort wurde als wichtiger Baustein hervorgehoben, um Herausforderungen im Kinderschutz gemeinsam anzugehen. (PM/Red)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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