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Pressemitteilung vom 25.09.2025    

Forschung, Lehre und KI: Donata Schoeller neue Professorin an Uni Koblenz

Donata Schoeller wurde am Montag (22. September 2025) zur außerplanmäßigen Professorin am Institut für Philosophie der Universität Koblenz ernannt. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf embodied critical thinking – einem Denkansatz, der Körper und Erfahrung mit einbezieht.

Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Wehner mit apl. Prof. Dr. Donata Schoeller. (Foto: Universität Koblenz / Felix Schlief)

Koblenz. Die Philosophin Dr. Donata Schoeller übernimmt zum 22. September 2025 die außerplanmäßige Professur am Institut für Philosophie der Universität Koblenz. Mit dieser Ernennung wird ihre langjährige wissenschaftliche Arbeit im Bereich des verkörperten Denkens offiziell gewürdigt. Bereits seit mehreren Jahren engagiert sie sich in interdisziplinären Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt "Embodied Critical Thinking and Understanding".

Europäisches Netzwerk und internationale Zusammenarbeit
Zusammen mit der Philosophin Sigridur Thorgeirsdottir initiierte Schoeller 2018 eine europäische Ausbildungs- und Forschungsinitiative. Ziel des Projekts ist es, Methoden zu entwickeln, mit denen sich die Komplexität menschlicher Erfahrung und Fragestellung tiefer erfassen lässt. Unterstützt durch Erasmus Plus wurden seit 2021 zahlreiche Webinare, Sommerschulen und Forschungsformate mit europäischen Universitäten aufgebaut. Zu den beteiligten Institutionen zählen derzeit sieben Hochschulen.

Im vergangenen Jahr wurde das Forschungsteam mit einem Excellence Grant ausgezeichnet. Dieser fördert das Projekt "Freedom to Make Sense", an dem 22 internationale Universitäten teilnehmen. Der Fokus liegt auf der Wirksamkeit verkörperter Methoden im Denken – etwa zur Förderung von Aufmerksamkeit, Differenzierung und Selbstreflexion.



Turn to Embodiment als philosophischer Ansatz
Schoellers Arbeit ist dem sogenannten Turn to Embodiment zuzuordnen. Dabei handelt es sich um eine philosophische Richtung, die die Bedeutung körperlicher Erfahrung für das Denken betont. In der westlichen Philosophie wurde der menschliche Geist oft losgelöst vom Körper verstanden – dieser Ansatz will solche Trennungen überwinden.

Ein zentrales Anliegen Schoellers ist es, diesen Denkansatz in Lehre und Forschung nutzbar zu machen. In ihren Seminaren steht daher nicht nur Kritik, sondern vor allem das kreative Denken im Mittelpunkt. Studierende sollen dazu befähigt werden, eigene Fragen zu klären, neue Perspektiven zu entwickeln und ihr Denken bewusster zu gestalten – auch mit Blick auf die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz.

Vita und persönliche Interessen
Donata Schoeller studierte Philosophie und Kommunikationswissenschaft in Wien und Oxford sowie Vergleichende Religionswissenschaft in Zürich. Ihre Promotion absolvierte sie an der Universität Zürich, die Habilitation folgte an der Universität Koblenz.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit widmet sie sich in ihrer Freizeit dem Wandern, Meditieren, Musizieren und Malen – ein Ausdruck ihrer ganzheitlichen Perspektive auf Leben und Denken. (PM/bearbeitet durch Red)


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