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Nachricht vom 22.08.2025    

Feierliches Zeremoniell beim Gelöbnis der Rekruten des Sanitätsregiment 2 "Westerwald" in Bad Marienberg

Von Wolfgang Rabsch

Auch wenn die Vereidigung der Rekruten vom Sanitätsregiment 2 "Westerwald"(SanRgt2) zweimal im Jahr stattfindet, kann festgestellt werden, dass diese militärische Veranstaltung nie in Routine erstarrt. Es ist jedes Mal ein emotionales Ereignis, das seine Spuren hinterlässt, da die Alsberg-Kaserne in Rennerod der letzte verbliebene Bundeswehr-Standort im Westerwald ist. Darum werden die Soldaten des SanRgt2 In unserer Region besonders wertgeschätzt. Bei den Planungen für ein Gelöbnis wird seitens des Kommandos darauf geachtet, an verschiedenen Orten im Westerwald die Zeremonie durchzuführen. In der Regel ist dies in Rennerod, Westerburg, Hachenburg und Bad Marienberg der Fall.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Bad Marienberg. Am gestrigen Donnerstag (21. August 2025) war das SanRgt2 wieder in Bad Marienberg auf dem Parkplatz des Wildpark-Hotels zu Gast. Die äußeren Bedingungen hätten nicht besser sein können, angenehme Temperaturen, Sonnenschein mit wunderschönen Wolkengebilden und viele hundert Zuschauer, einen besseren Rahmen kann man sich kaum vorstellen. Es herrschte von Beginn an eine spürbare freudige, aber auch emotionale Atmosphäre, der man sich kaum entziehen konnte. Die meisten Zuschauer kamen zum Gelöbnis, weil sie Angehörige der jungen Rekruten waren, unter anderem Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel, Tanten und natürlich Lebenspartner.

Nachdem alle Teile des SanRgt2, unter Führung der Kompaniechefs, Aufstellung genommen hatten, marschierte die Ehrenformation, unter Führung von Hauptmann Gerlach, ein. Führer der Paradeaufstellung war der stellvertretende Regimentskommandeur, Oberstleutnant Olbrich. Das Heeresmusikkorps Koblenz, unter Leitung von Hauptmann Kolodziej, spielte zum Einmarsch den "Regimentsgruß". Anschließend schritten Oberstarzt Dr. Sven Funke, Kommandeur des SanRgt2, Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher und der Präsident des Landtags von Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, die Formation der angetretenen Einheiten ab.

Beeindruckende, mahnende und zuversichtliche Rede des Regimentskommandeurs

Oberstarzt Dr. Sven Funke begrüßte die Besucher, Soldaten und Ehrengäste. Stellvertretend für alle anderen Erschienen, können nur einige Namen erwähnt werden: Sabine Willwacher, Stadtbürgermeisterin von Bad Marienberg, Landtagspräsident Hendrik Hering, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag in Mainz, Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet, Jenny Groß, Landtagsabgeordnete im Parlament in Mainz und Andreas Heidrich, Bürgermeister der VG Bad Marienberg. Des Weiteren konnte der Regimentskommandeur hochrangige Vertreter der Bundeswehr begrüßen. Dr. Funke bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern der Politik, insbesondere bei den Kommunen des Westerwalds, für deren rückhaltlose Unterstützung der Bundeswehr, vergaß auch nicht, lobend das Team seines Regiments zu erwähnen, das für die umfangreiche Organisation verantwortlich zeichnete.

In seiner beachtenswerten Rede gelang es Dr. Funke, die aktuellen gesellschaftspolitischen und militärischen Diskussionen glaubhaft anzusprechen, ohne zu polemisieren. Er brandmarkte die aktuellen Kriegsschauplätze, die unglaubliches Leid über die Zivilbevölkerung bringen, weil brutale, rücksichtslose Machthaber Menschenleben nichts bedeuten und diese benutzen würden, um ihre politischen Ziele zu erreichen. In dieser äußerst angespannten weltpolitischen Lage, so betonte der Regimentskommandeur, sei es unerlässlich, sich auf die Einsatzbereitschaft der Soldaten des Landes verlassen zu können, wobei der viel diskutierte Ausdruck "Kriegstüchtigkeit", für ihn eine eher untergeordnete Rolle spielt. Er spannte den Bogen zu den jungen Rekrutinnen und Rekruten, die gleich ihren Eid ablegen würden. Das feierliche Gelöbnis sei ein starkes Zeichen, nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für unsere Gesellschaft, sich für den Erhalt unserer Freiheit und Grundrechte einzusetzen.




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Anschließend bekräftigte Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher die volle Solidarität mit dem Sanitätsregiment2 in Rennerod und sagte weiterhin die Unterstützung der Stadt Bad Marienberg zu.

Oberstarzt Dr. Funke hatte anschließend die Ehre und vielleicht auch das Vergnügen, einem ausgesprochenen verdienten Soldaten zu dessen Beförderung zu gratulieren. Er hielt eine kurze Laudatio auf Stabsbootsmann a.D. Pascal Unverzagt, der zum Oberstabsbootsmann befördert wurde, der nach Beendigung seiner aktiven Dienstzeit sich entschied, seinen "Unruhestand" zu beenden und wieder zur Truppe zurückzukehren.

Die feierliche Vereidigung der jungen Soldaten

Zur Vereidigung der Rekruten wurde zunächst die Truppenfahne vorgetragen, vor der sich eine Abordnung der Rekruten formierte, mit ihren Händen die Fahne berührten und gemeinsam den Schwur sprachen: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. So wahr mir Gott helfe." Nach dem Schwur ertönte die deutsche Nationalhymne, mitgesungen von vielen Besuchern. Per Handschlag wurde die Vereidigung durch Regimentskommandeur Dr. Funke, Stadtbürgermeisterin Sabine Villacher und Landtagspräsident Hendrik Hering bekräftigt.

Zu guter Letzt ertönte der durch Mark und Bein gehende Schlachtruf des SanRgt2, "Gemeinsam stark", der sicherlich noch in einigen Kilometern Entfernung gehört werden konnte. Mit der Vereidigung der Rekruten und Rekrutinnen und dem Ausmarsch der Einheiten war der offizielle Teil beendet, danach war nur noch Feiern angesagt. Der Parkplatz wurde von den Besuchern regelrecht überrannt, um den jungen Rekruten zu gratulieren und alles Gute zu wünschen. Es gab Freudentränen, Umarmungen und viele Selfies zur Erinnerung an ein unvergessliches Ereignis. (Wolfgang Rabsch)


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