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Nachricht vom 18.07.2025    

Vulkane in der Eifel: Ein brodelndes Naturphänomen

In der Eifel ist die Erde in Bewegung. Gase steigen auf, die Erdoberfläche hebt sich leicht, und niederfrequente Beben erschüttern den Boden. Welche Geheimnisse birgt das jüngste Vulkangebiet Mitteleuropas?

Der Laacher See. Foto: Bernd F. Meier/dpa-tmn/dpa

Niederzissen. Der letzte Ausbruch eines Vulkans in der Eifel liegt etwa 13.000 Jahre zurück. Damals schoss Asche im Laacher-See-Gebiet in den Himmel und glühende Lava formte die Landschaft. Diese faszinierenden Naturgewalten stehen im Mittelpunkt der "Nacht der Vulkane", die vom 19. bis zum 26. Juli stattfindet. Neben Konzerten und Wanderungen gibt es auch Vorträge rund um den Vulkanismus.

Die Vulkaneifel beherbergt über 200 Maarvulkane, von denen nur zwölf mit Wasser gefüllt sind. "Eine neue Kartierung hat tatsächlich eine weit größere Anzahl ergeben", erklärt Andreas Tschauder, Direktor des Landesamts für Geologie und Bergbau in Mainz.

Die Vulkaneifel ist das größte und jüngste Vulkangebiet Mitteleuropas und der einzige noch aktive Vulkanismus in Deutschland. Studien zeigen, dass sich die Erde dort jährlich um einen Millimeter hebt, während die Erdoberfläche horizontal auseinanderdriftet. Über Jahre wurden Serien niederfrequenter Erdbeben in Tiefen von 25 bis 45 Kilometern gemessen. Am Laacher See zeugen aufsteigende Gase aus großer Tiefe von magmatischer Aktivität.



Der letzte große Ausbruch in der Eifel vor knapp 13.000 Jahren hatte laut Forschern eine Wucht wie der philippinische Pinatubo, der 1991 fünf Milliarden Kubikmeter Asche und Staub in die Luft schleuderte. Wissenschaftler vermuten, dass sich unter der Eifel Magma in einer Tiefe von rund 50 Kilometern angesammelt hat. Das Hebungsgebiet umfasst auch Luxemburg, Ostbelgien und den Süden der Niederlande.

Obwohl ein erneuter Vulkanausbruch nicht ausgeschlossen werden kann, gibt es derzeit keine akute Gefahr. Wichtig ist die umfassende Überwachung: In Rheinland-Pfalz existieren 43 Erdbebenstationen. "Die kontinuierliche Überwachung der Ausgasungen (Mofetten) am Laacher See können Rückschlüsse auf Magmenbewegungen im tiefen Untergrund liefern", so Tschauder. GPS-Stationen rund um den Laacher See messen mögliche Bodenbewegungen. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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