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Pressemitteilung vom 21.06.2025    

Tradition statt Moderne: Fachwerk für die Papiermühle Oberbieber

In Oberbieber sorgt der geplante Anbau an die denkmalgeschützte Papiermühle für Diskussionen. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e.V. hat einen Vorschlag vorgelegt, der den bisherigen Planungen entgegensteht.

Foto: RV Unteres Mittelrheintal

Neuwied-Oberbieber. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e.V. schlägt vor, den geplanten Anbau eines Treppenhauses mit Aufzug an der denkmalgeschützten Papiermühle Oberbieber in traditioneller Fachwerkbauweise mit weißen Gefachen zu realisieren.

Im Gegensatz zum bisher vorgesehenen gläsernen Aufzugsschacht plädiert der Verband für eine Lösung, die sich harmonisch in das historische Ensemble einfügt. Der vorgeschlagene Fachwerkturm soll in einem Abstand von etwa ein bis zwei Metern vom Bestandsgebäude errichtet werden. Ein schmaler, zurückhaltender Glaskorridor verbindet das neue Treppenhaus mit dem denkmalgeschützten Hauptbau - so bleibt die historische Kubatur, insbesondere der originale Erker, weiterhin sichtbar und erlebbar.

Diese gestalterische Zurückhaltung ist aus Sicht des Regionalverbands nicht nur aus denkmalpflegerischen Gründen vorzuziehen. Die geplante Glaskonstruktion wäre nicht nur ein starker optischer Fremdkörper, sondern auch klimaschädlich, wartungsintensiv und energetisch ineffizient. Naturbaustoffe wie Holz und Lehm, wie sie beim Fachwerkbau zum Einsatz kommen, haben hingegen eine hervorragende CO₂-Bilanz und bieten zugleich hohe Langlebigkeit bei niedrigen Betriebskosten.



Moderner Glaskubus oder traditioneller Fachwerkanbau?
"Ein Fachwerkanbau verbindet Funktionalität mit regionaler Baukultur", betont der Regionalverband. "Der vorgeschlagene Glaskubus hingegen wirkt wie ein Fremdkörper - ein massiver Eingriff in das sensible Ortsbild und das historische Gebäudeensemble."

Stadtbild Deutschland appelliert daher an den Bauherrn, die Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber, sich für eine Lösung zu entscheiden, die sowohl den praktischen Anforderungen an Barrierefreiheit als auch der ästhetischen und kulturellen Verantwortung gegenüber dem Denkmal gerecht wird. Der Fachwerkanbau bietet die Chance, ein gelungenes Beispiel für sensiblen und nachhaltigen Umgang mit historischer Bausubstanz zu schaffen. (PM/Red)


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