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Pressemitteilung vom 07.06.2025    

Rheinbreitbach: Abriss der Tennishalle als Chance für Hochwasserschutz und Ortsbild

Der Abriss der alten Tennishalle in Rheinbreitbach rückt näher. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal sieht darin eine wichtige Chance – für das Ortsbild und die Sicherheit bei Starkregen.

(Bildquelle: Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e.V.)

Rheinbreitbach. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e.V. begrüßt den Kauf der ehemaligen Tennishalle in Rheinbreitbach durch die Gemeinde. Für den Verband ist der geplante Abriss ein wichtiger Schritt, um städtebauliche Fehlentwicklungen der 1970er Jahre zu korrigieren. Die Halle wird als Bausünde im historischen Ortskern bewertet, deren Entfernung dem Ortsbild zugutekommen soll.

Hochwasserrisiken durch verrohrten Bach
Kritisch sieht der Regionalverband jedoch die Überlegungen, auf dem Gelände ein neues Gebäude – möglicherweise eine Kindertagesstätte – zu errichten. Das Grundstück befindet sich direkt über dem verrohrten Breitbach, der seinerzeit im Zuge des Hallenbaus einbetoniert wurde. Diese bauliche Veränderung führt heute bei Starkregenereignissen zu einer erheblichen Beschleunigung des Bachlaufs, was regelmäßig Überflutungen im Innerort zur Folge hat. Zahlreiche Hauseigentümer berichten von Wasser, das durch Kellerwände dringt.

Wiesen als natürliche Überschwemmungsflächen ignoriert
Bereits beim Bau der Tennishalle sowie der benachbarten Hans-Dahmen-Halle sei die natürliche Funktion der Flächen als Überschwemmungswiesen außer Acht gelassen worden. Der Regionalverband betont daher, dass eine vollständige Renaturierung des Geländes der sinnvollste Weg wäre. Im Rahmen des rheinland-pfälzischen Förderprogramms „Aktion Blau Plus“ stünden hierfür entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese könnten in eine naturnahe Lösung investiert werden, die gleichzeitig einen effektiven Hochwasserschutz gewährleistet.



Alternative Bebauung mit Bedacht
Sollte sich die Gemeinde dennoch für eine Neubebauung entscheiden, empfiehlt der Verband eine Architektur, die sich sowohl an den Gegebenheiten des Geländes als auch an den historischen Ortskern anpasst. Konkret schlägt er ein Gebäude auf Stelzen vor, das im Fall eines Starkregenereignisses überschwemmt werden kann. Zudem könnte der wieder freigelegte Breitbach als pädagogisches und naturnahes Element in das Nutzungskonzept integriert werden.

Nachhaltige Ortsentwicklung gefordert
Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Gemeinde Rheinbreitbach eine nachhaltige Lösung entwickelt, die Hochwasserschutz, Ortsbildpflege und Umweltaspekte miteinander verbindet. Eine kluge Nutzung des Geländes könnte langfristig einen Beitrag zur Sicherheit und zur Lebensqualität im Ortskern leisten. (PM/Red)


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