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Pressemitteilung vom 01.06.2025    

Ein Experiment enthüllt Risiken neuer Gentechnik durch Künstliche Intelligenz

In EU-Gremien wird derzeit über die Lockerung des Gentechnik-Rechts verhandelt. Ein Experiment von Umweltschutzorganisationen zeigt, wie schnell mit Hilfe künstlicher Intelligenz gefährliche Pflanzen entwickelt werden können. Die Ergebnisse werfen Fragen zu den Vorschlägen der EU-Kommission auf.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Rheinland-Pfalz/EU. Die EU-Kommission plant, Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT), die weniger als 20 genetische Veränderungen aufweisen und ohne genetisches Fremdmaterial erzeugt wurden, ohne Prüfung der Umweltrisiken und ohne Kennzeichnung auf den Markt zu lassen. Doch ein kürzlich durchgeführtes Experiment von drei Umweltschutzorganisationen stellt diese Pläne infrage. Mit einer kostenfreien KI entwickelten sie in wenigen Tagen den Bauplan für eine hochgiftige Maispflanze, die alle NGT-Regeln einhält.

Kritik an EU-Vorschlägen
Benny Haerlin, Koordinator von Save Our Seeds, erklärte: "Dieser kleine Praxistest mit ChatGPT führt die von Anfang an fahrlässige und wissenschaftlich unhaltbare Vorstellung der EU-Kommission ad absurdum, die Anzahl statt Qualität gentechnischer Veränderungen zur Grundlage ihrer Risikobewertung zu machen. Die Künstliche Intelligenz macht ihre Kriterien schon beim ersten Anlauf lächerlich. Gut, dass noch Zeit ist, die Notbremse zu ziehen."




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Gefährliche Pflanzen durch KI-Design
Das Experiment demonstrierte, dass es mit KI relativ einfach ist, eine erlaubte, aber dennoch hochgefährliche Pflanze zu designen. In weniger als einer Woche wurde ein Bauplan für eine NGT-1-Maispflanze erstellt, die erhöhte Mengen eines Proteins produziert, das bestimmte Schmetterlingsarten, wie den Maiszünsler, schädigen kann. Dies könnte nicht nur die Zielinsekten dezimieren, sondern auch ernsthafte Risiken für andere Organismen und Ökosysteme bergen.

Die Idee zu dem Experiment kam von der Aurelia Stiftung, während Testbiotech das Design entwickelte und SaveOur Seeds zusätzliche Kenntnisse beisteuerte. Angesichts der schnellen technologischen Entwicklungen im Bereich der Gentechnik und KI fordert das Experiment eine kritische Überprüfung der aktuellen EU-Vorschläge. (PM/Red)


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