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Nachricht vom 29.04.2025    

Mehr Sicherheit in Innenstädten: Modellprojekt "Urbane Sicherheit" in Rheinland-Pfalz

Seit 2021 arbeiten sechs Städte in Rheinland-Pfalz an einem innovativen Modellprojekt, das die urbane Sicherheit verbessern soll. Unter der Leitung des Innenministeriums werden Maßnahmen entwickelt, um sowohl die Sicherheit auf Veranstaltungen als auch das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken.

Landtag Rheinland-Pfalz (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Rheinland-Pfalz. Das Modellprojekt "Urbane Sicherheit" vereint die Städte Mainz, Trier, Bad Dürkheim, Neuwied, Pirmasens und Speyer, die gemeinsam mit der Polizei an Sicherheitskonzepten arbeiten. Diese sollen nicht nur den eigenen Städten zugutekommen, sondern auch als Vorbild für andere Kommunen dienen. Innenminister Michael Ebling (SPD) betont die Bedeutung der Zusammenarbeit von Ordnungsämtern, Stadtplanern und Polizei sowie der kommunalen Kommunikation.

Veranstaltungssicherheit ist ein zentrales Thema. Das Innenministerium unterstützt finanziell Maßnahmen wie Poller und Zufahrtsschutz in Fußgängerzonen, insbesondere in Mainz und Trier nach der Amokfahrt 2020. Zudem ist ein interkommunales Verleihsystem für mobile Sperren geplant. Florian Moritz, Leiter des Ordnungsamts in Bad Dürkheim, beschreibt diese als "bezahlbar, praktikabel und sicher".

Maßnahmen
Ein Leitfaden für Großübungen soll die Kommunikationswege im Ernstfall optimieren. Erste Erfahrungen wurden bei einer Übung in Speyer im April gesammelt.



Orte wie dunkle Ecken und unattraktive Bahnhöfe könnten durch Sport- und Kulturangebote belebt werden, so Ebling. Steffen Schmitt und Florian Moritz nennen Aktivitäten wie Müllsammelaktionen und Gastronomie als Beispiele. Wichtig sei, dass Menschen sich wohlfühlen, was durch Licht und Sozialarbeit unterstützt werden kann.

Das Projekt legt auch Grundlagen für die Ausbildung von Moderatoren und Krisenkommunikation. Eine wissenschaftlich begleitete Sicherheitsbefragung in Bad Dürkheim soll klären, welche Orte als unsicher empfunden werden, um daraus Maßnahmen abzuleiten.

Rheinland-Pfalz setzt auf technische Neuerungen wie KI-gestützte Videoüberwachung, wenn sie polizeilich sinnvoll sind. Kaiserslautern plant, sich als Modellregion dafür zu bewerben. Ähnliche Projekte laufen bereits in Mannheim.

Das Innenministerium fördert bauliche Maßnahmen und Sicherheitspoller mit erheblichen Mitteln. Die Leitstelle Kriminalprävention dient dabei als Anlaufstelle für Kommunen.

(dpa/bearbeitet durch Red)


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