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Nachricht vom 28.04.2025    

Asiatische Tigermücke: Rheinland-Pfalz rüstet sich zur Bekämpfung

Die Asiatische Tigermücke, ein aggressiver und potenziell krankheitsübertragender Eindringling, stellt Kommunen vor große Herausforderungen. Insbesondere in den warmen Monaten des Jahres 2024 hat sich die Mückenplage verschärft. Auch 2025 wird der Kampf gegen das Insekt fortgesetzt.

Asiatische Tigermücke. Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Speyer. Zu Beginn der neuen Saison haben die Stechmückenjäger vom Oberrhein eindringlich zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke aufgerufen. "Den Kopf in den Sand stecken und nichts tun, wäre fatal, würde die Lebensqualität in den Kommunen enorm beeinträchtigen und das Gesundheitsrisiko deutlich erhöhen", warnte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. Die tagaktive Tigermücke ist bekannt für ihre Aggressivität und gilt als potenzieller Krankheitsüberträger.

Der wissenschaftliche Kabs-Direktor Dirk Reichle erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sich die zu behandelnden Flächen in einigen Kommunen erheblich ausgeweitet haben. Dies bedeutet mehr Personalaufwand und höhere Kosten für die Kommunen. Eine vollständige Ausrottung sei nicht garantiert, da es im Sommer immer wieder zu Neueinschleppungen aus benachbarten Regionen oder dem Ausland komme. Bürgerinnen und Bürger sollen stärker in die Konzepte eingebunden werden.

Hohe Kosten für Kommunen
Reichle nannte Kehl als Beispiel: "Die Stadt hat hohe Summen in die Bekämpfung der Tigermücke investiert. Dennoch sind die Bekämpfungsareale gewachsen." Für die Saison 2025 müssten Areale, insbesondere um Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime, regelmäßig mit dem biologischen Wirkstoff Bti behandelt werden - bei einem jährlichen Kostenvolumen von einer Viertelmillion Euro.




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Kehl zieht sich nicht aus der Bekämpfung zurück, sondern setzt auf einen Strategiewechsel. "Der Fokus liegt nun auf mehr Aufklärung, Beratung und Motivation der Anwohnenden", so Reichle. Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger selbstständig Maßnahmen zur Beseitigung von Brutmöglichkeiten ergreifen. Diese Strategie könnte auch Vorbild für andere Kommunen sein. Die Kabs umfasst Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.

Völlige Bekämpfung unrealistisch
Laut Reichle hat sich die Tigermücke (Aedes albopictus) seit 2022 besonders stark am Oberrhein verbreitet. "Sie wird sich im Rahmen der Klimaerwärmung auch weiterhin in klimatisch begünstigten Regionen Deutschlands ansiedeln." Nach dem ersten Auftreten der Populationen hatte man gehofft, das exotische Insekt in Deutschland eliminieren zu können. "Das Ziel einer flächendeckenden Ausrottung", räumte Reichle ein, "ist aber schlicht nicht mehr realistisch." (dpa/bearbeitet durch Red)


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