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Nachricht vom 23.04.2025    

Frage bei "Wer wird Millionär": Der erste Milliardär der Welt hatte Vorfahren im Westerwald

Na, wer hätte das gewusst? Als am Dienstagabend, 22. April, in der RTL-Quizshow "Wer wird Millionär" diese Frage kam, dürfte der ein oder andere Westerwälder überrascht gewesen sein. Denn wie aus der richtigen Antwort hervorging, kamen aus dem früheren Ort Rockenfeld bei Neuwied die Vorfahren des ersten Dollar-Milliardärs der Welt.

Souveräne Ableitung: Rockefellers Vorfahren stammen aus Rockenfeld. (Foto: privat)

Region. "Aus der Umgebung des in den 1960er-Jahren aufgegebenen Ortes Rockenfeld im Westerwald stammen die Vorfahren des allersten…?" So lautete die Frage, die Günther Jauch seinem Kandidaten am Dienstagabend in der Drei-Millionen-Euro-Woche bei "Wer wird Millionär" stellte. Als mittelschwere Frage kann diese wohl gelten, schließlich verbarg sich dahinter der Gewinn von 8.000 Euro, der sich in der RTL-Show im Mittelfeld auf dem Weg zur Million befindet. Die vier Antwortmöglichkeiten: A: Dollar-Milliardärs, B: Formel-1-Weltmeisters, C: US-Präsidenten, D: Menschen auf dem Mond.

Souverän leitete Jauchs Kandidat die richtige Antwort A ab, indem er vermutete, dass der Milliardärsname Rockefeller auf den Ort Rockenfeld zurückging. Eine naheliegende und richtige Vermutung: John D. Rockefeller wurde 1916 als Mitbegründer der Standard Oil Company der erste Milliardär der Weltgeschichte (in US-Dollar gerechnet). Sein erster belegter Vorfahr ist Goddard - beziehungsweise in Deutschland noch Gotthart - Rockenfelder, der 1590 in Fahr, heute Neuwied, geboren wurde. Sein Name leitet sich von der Siedlung Rockenfeld ab, die 1280 erstmals urkundlich als Rukenvelt erwähnt wurde. Wie Günther Jauch seinem Kandidaten und auch den Zuschauern erklärte, ist die Familie Rockenfelder 1723 in die USA ausgewandert. Dabei handelte es sich um Gottharts Enkel Johann Peter und der Urenkel Johann Thiell mit ihren Familien; sie nannten sich von nun an Rockefeller. 1839 schließlich wurde John Davison Rockefeller in New York geboren.

Aufgegeben und abgebrannt
Rockenfeld beziehungsweise seine Überreste gehören heute zum Neuwieder Stadtteil Feldkirchen; der Ort wurde längst aufgegeben. Den Namen Rukenvelt erhielt die Siedlung einst wegen ihrer Lage auf dem ersten Höhenrücken zwischen Rhein und Westerwald. Die einzige Straßenverbindung ist die Kreisstraße 1 nach Rheinbrohl, die ins Rheintal hinabführt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg lebten hier noch 50 Menschen, auch eine Schule hatte es in dem Ort bis zum Jahr 1935 mal gegeben. Schon 1965 jedoch erfolgte die Auflösung der Gemeinde durch den Gemeinderat - zu viele Bewohner waren abgewandert, die letzten verbleibenden wurden umgesiedelt. Die verlassenen Häuser und Höfe wurden 1969 von der Freiwilligen Feuerwehr Niederbieber abgebrannt und schließlich das letzte Haus 1995 abgerissen. Heute ist Rockenfeld ein verlassener Ort im Naturpark Rhein-Westerwald. Nur noch ein Ehrenmal aus den 1960er Jahren und ein Gedenkstein weisen auf die einstige Siedlung hin, vereinzelt sind noch Reste von Bordsteinen im Wald zu erkennen. Vergessen wird der Ort trotzdem nicht: Der KJGV Rheinbrohl richtet jährlich die Rockenfelder Kirmes aus.




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Berühmte Neuwieder
Die Vorfahren Rockefellers sind bei weitem nicht die einzigen Berühmtheiten aus Neuwied. Aus der Deichstadt stammen neben historisch bedeutsamen Persönlichkeiten wie Theologen, Grafen, Fürsten und Prinzessinnen etwa auch Unternehmer und Sportler, wie die Olympiateilnehmer Hermann Heibel (1936) und Simon Kirch (2008). Der in Neuwied geborene Basketballspieler Isaac Bonga wurde 2023 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Schauspieler und Moderator Christian Ulmen ist ebenfalls in Neuwied geboren worden, ebenso die Schauspieler Daniel Faust und Stephanie Kämmer. Auch Samuel Koch, der der Öffentlichkeit 2010 durch seinen Unfall in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…? bekannt wurde, kam in Neuwied zur Welt. (rm)


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