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Pressemitteilung vom 16.04.2025    

Neuwied verbietet Wildtiere auf der Kirmeswiese

Der Stadtrat von Neuwied hat eine bedeutende Entscheidung für den Tierschutz getroffen. Ab sofort sind Zirkusse mit Wildtieren auf der Kirmeswiese in Heddesdorf nicht mehr erlaubt. Diese Änderung der Satzung wurde einstimmig beschlossen.

Foto: Stadtverwaltung Neuwied

Neuwied. Der Stadtrat von Neuwied hat eine neue Regelung verabschiedet, die Zirkusgastspiele mit Wildtieren auf der Kirmeswiese in Heddesdorf untersagt. Grundlage für diese Entscheidung war ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, FWG und BSW. Die Satzungsänderung wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrats einstimmig angenommen.

Oberbürgermeister Jan Einig erklärte: "Wir möchten Zirkusaufführungen auch weiterhin ermöglichen - aber ohne Tiere, die unter den Bedingungen eines reisenden Betriebs leiden müssen." Beigeordneter Ralf Seemann ergänzte: "Neuwied bezieht hier klar Stellung für den Tierschutz und schafft zugleich eine transparente und rechtssichere Regelung."

Im neu gefassten § 10 der Satzung werden Zirkusveranstaltungen mit bestimmten Wildtieren ausgeschlossen. Diese Entscheidung basiert auf dem Säugetiergutachten und den Zirkusleitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie den Empfehlungen der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Konkret betrifft dies Tierarten wie Primaten, Nashörner, Flusspferde, Giraffen, Pinguine, Großbären und Elefantenbullen. Sollte sich die sogenannte Negativliste ändern, wird die Satzung entsprechend angepasst.




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Neben dem Verbot von Wildtieren wurden weitere Einschränkungen für das Veranstaltungsgelände beschlossen. Nicht mehr zugelassen sind Monstertruckshows, Weihnachtszirkusse, Reptilienausstellungen sowie Veranstaltungen, die Hass, Diskriminierung oder sexualisierte Gewalt propagieren. Auch Märkte mit innenstadtrelevanten Sortimenten bleiben laut Einzelhandelskonzept untersagt.

Beigeordneter Ralf Seemann betonte: "Wir setzen auf Zirkuskunst ohne Tierleid. Damit stärken wir ein modernes und verantwortungsvolles Veranstaltungsprofil für unsere Stadt." PM/Red


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