Werbung

Nachricht vom 15.04.2025    

Debatte um Bezahlkarte für Asylbewerber in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sorgt die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber für Diskussionen. Der Landkreistag kritisiert das Integrationsministerium scharf und fordert mehr Klarheit und Geschwindigkeit bei der Umsetzung.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Der Landkreistag Rheinland-Pfalz drängt auf eine zügigere und verbindlichere Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete in den Kreisen und Kommunen. "Die vom Ministerium mitgeteilten Bedingungen zur Einführung der Bezahlkarte seien für die Kreise inhaltlich inakzeptabel", erklärte Andreas Göbel, Direktor des Landkreistages, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Technische Probleme erschweren die Nutzung der Bezahlkarten, da die Schnittstelle derzeit nicht funktioniere, so Göbel weiter. Dies führe dazu, dass Asylbewerber ihre Bezahlkarten aus den Aufnahmeeinrichtungen nicht mehr verwenden könnten, wenn sie auf die Kommunen verteilt würden.

Seit Mitte März können Bezahlkarten in allen sechs Aufnahmeeinrichtungen des Landes genutzt werden. Volljährige, alleinstehende Asylbewerber erhalten einen Betrag von 196 Euro, wovon monatlich 130 Euro abgehoben werden können. Die Kommunen sollen im Laufe dieses Quartals nach Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung an der Bezahlkarte des Landes teilnehmen können. Erst dann können sie diese Karten neu mit Geld beladen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Finanz- und Lohnbuchhalter (m/w/d)

Pusch AG
56242 Marienrachdorf

Mitarbeiter/-in (m/w/d) für die Essensausgabe an Außenstellen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Göbel wirft dem Ministerium vor, bundeseinheitliche Vereinbarungen zu konterkarieren. Die Bezahlkarte sollte nicht als Kontenersatz dienen, sondern das verfügbare Bargeld begrenzen, um zweckwidrige Verwendungen zu verhindern. Einsicht in den Guthabenbestand sowie eine Positivliste für Zahlungen wie Miete oder Vereinsbeiträge seien sinnvoll, jedoch vom Ministerium abgelehnt worden.

Überweisungen sollen mit der Bezahlkarte möglich sein, was das Ministerium als Regelempfehlung beschreibt. Die Begrenzung der Bargeld-Abhebung von 50 auf 130 Euro sei bereits ein Entgegenkommen der Kreise gewesen. Göbel warnte, dass die Landräte nun für etwas verantwortlich gemacht würden, wofür sie nichts könnten - dies spiele letztlich nur der AfD in die Hände.

(dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesellschaft  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Rheinland-Pfalz


Kommunale Schulden in Rheinland-Pfalz steigen weiter an

Die finanzielle Situation der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2025 weiter verschlechtert. ...

Rhein-Vertiefung dringend nötig: Ebling fordert schnelles Handeln

Die Vertiefung des Mittelrheins steht seit Jahren auf der Agenda von Rheinland-Pfalz. Vor einer wichtigen ...

Aktualisiert: Geldautomat in Hennef gesprengt - Fluchtwagen auf der L272 bei Asbach gefunden

In der Nacht auf Mittwoch (5. August) ereignete sich in einer Bankfiliale in Hennef eine Explosion. Die ...

Waldbrände auf über 40 Hektar in Rheinland-Pfalz

Die Waldbrände in Rheinland-Pfalz haben in diesem Jahr eine Fläche von über 40 Hektar betroffen. Besonders ...

Heiteres Wetter in Rheinland-Pfalz: Angenehme Temperaturen erwartet

Die kommenden Tage versprechen heiteres und angenehmes Wetter in Rheinland-Pfalz. Die Temperaturen sinken ...

Rhein in Flammen: Höhenfeuerwerk trotz Dürre genehmigt

In Koblenz wird das umstrittene Höhenfeuerwerk bei "Rhein in Flammen" trotz anhaltender Trockenheit und ...

Weitere Artikel


Rheinland-Pfalz: Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit

In Rheinland-Pfalz setzen sich die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen sowie die Landesbeauftragte ...

Ergebnisse der Kontrollwoche "Speed" in Koblenz: Tausende Verstöße festgestellt

In der Woche vom 7. bis 13. April beteiligte sich das Polizeipräsidium Koblenz an der landesweiten Aktion ...

Ostersonntag öffnet die historische Abtei Rommersdorf wieder ihre Tore

Ab Ostersonntag, 20. April, öffnet die Abtei Rommersdorf wieder ihre Tore für Besucher. Neben den Führungen ...

Wolkenverhangener Himmel über Rheinland-Pfalz: Regen zieht auf

In den kommenden Tagen müssen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz auf unbeständiges Wetter einstellen. ...

Nächtliche Ruhestörung sorgt für Polizeieinsatz in Buchholz: Schreckschusspistole sichergestellt

In der Nacht zu Dienstag (15. April) kam es in Buchholz im Westerwald zu einem ungewöhnlichen Vorfall, ...

Spannende Stichwahl um das Amt des Verbandsbürgermeisters

Nach dem ersten Wahldurchgang für das Amt des Verbandsbürgermeisters steht fest: Pierre Fischer und Achim ...

Werbung