Werbung

Pressemitteilung vom 10.04.2025    

Kreis Neuwied: Starkes Netzwerk für Kinder psychisch oder suchtbelasteter Eltern

Über 90 Fachkräfte kamen in Neustadt/Wied zusammen, um sich für Kinder psychisch oder suchtbelasteter Eltern zu engagieren. Das Modellprojekt KipsE entwickelt im Kreis Neuwied tragfähige Strukturen für die Zukunft.

Über 90 Fachkräfte waren beim 3. KipsE-Treffen in Neustadt/Wied zum Austausch zusammengekommen. V.l.n.r.: Landrat Achim Hallerbach, Elisabeth Schmutz (ism gGmbH Mainz), Projektkoordinatorin KipsE Laura Rockenfeller und der stellvertretende Leiter des Kreisjugendamtes Uwe Kukla. (Foto: Martin Boden/Kreisverwaltung Neuwied)

Neustadt (Wied). Im Landkreis Neuwied wachsen etwa 7.500 Kinder und Jugendliche mit psychisch oder suchtkranken Eltern auf. Diese Zahl zeigt den großen Handlungsbedarf, betroffene Kinder frühzeitig zu unterstützen. Seit 2023 ist der Kreis eine von drei Modellkommunen im Projekt "KipsE – Kommunales Gesamtkonzept zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern psychisch oder suchtbelasteter Eltern".

Ziel ist es, betroffene Kinder rechtzeitig zu erkennen, individuelle Hilfen zu entwickeln und Fachkräfte besser miteinander zu vernetzen.

Austausch und Vernetzung in Neustadt/Wied
Ein zentraler Baustein des Projekts ist das jährliche Netzwerktreffen, das nun zum dritten Mal im Bürgerhaus Neustadt/Wied stattfand. Über 90 Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule, Kindertagesstätten und dem Gesundheitswesen tauschten sich aus, reflektierten bestehende Angebote und diskutierten neue Impulse für die Praxis.

Laura Rockenfeller vom Kreisjugendamt koordiniert das Projekt und wird dabei vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism gGmbH) begleitet. Die stetig wachsende Teilnehmerzahl zeigt das große Engagement, das Thema nachhaltig zu verankern.



Blick in die Zukunft
Obwohl das Modellprojekt zum 31. Dezember 2025 endet, bekräftigte Landrat Achim Hallerbach die weitere Verantwortung des Kreises. Ziel sei es, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zu sichern und tragfähige Strukturen für die Zukunft aufzubauen.

Im Fokus stehen dabei die langfristige Finanzierung bestehender Angebote, der Ausbau notwendiger Hilfen sowie die Zukunft der Koordinationsstelle KipsE. Die Fortführung der Zusammenarbeit und die Vernetzung der Fachkräfte sind zentrale Elemente, um auch nach dem offiziellen Projektende weiterhin wirksame Unterstützung leisten zu können.

Fazit
Das dritte KipsE-Netzwerktreffen in Neustadt/Wied zeigte erneut, dass das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Kindern psychisch oder suchtbelasteter Eltern wächst. Mit vereinten Kräften soll auch in Zukunft Verantwortung übernommen und nachhaltige Hilfe gewährleistet werden. (PM/Red)


Lokales: Asbach & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Zweite Tiersegnung in Herschbach fand regen Zuspruch

In einer immer härter werdenden Zeit, mit zunehmender Unmenschlichkeit in vielen Bereichen, gesellschaftlich ...

Versuchter Einbruch in Hombach: Täter scheitern an Eingangstür

Am Vormittag des 21. März 2026 versuchten unbekannte Täter, in ein Einfamilienhaus im Ortsteil Hombach ...

Jörg Wagner hat sich dem Geist der Street Art verschrieben

Der Kunstverein Linz am Rhein lädt zur Vernissage seiner ersten Ausstellung des Jahres 2026 für Samstag, ...

Rücksichtslose Fahrt auf der A3 zwischen Montabaur und Dierdorf: Polizei sucht Zeugen

Am Sonntagvormittag (22. März) kam es auf der A3 in Richtung Köln zu einem gefährlichen Zwischenfall. ...

Wohnungsbrand in Kurtscheid: Bewohner aus dem Gebäude gerettet

Am Sonntagmorgen (22. März) ereignete sich ein Wohnungsbrand in Kurtscheid. Dank eines aufmerksamen Nachbarn ...

Mehrere Verkehrsunfälle und Fahrerfluchten in Neuwied

Zwischen Freitag und Sonntag (20. bis 22. März) ereigneten sich in Neuwied insgesamt 18 Verkehrsunfälle, ...

Weitere Artikel


Fachkräftemangel sorgt für Frust in den Ämtern von Rheinland-Pfalz

Der Fachkräftemangel und die schleppende Digitalisierung führen in den Verwaltungen von Rheinland-Pfalz ...

Trockenheit birgt Gefahren: Das Risiko für Wald- und Vegetationsbrände steigt

Die Temperaturen bleiben laut den Vorhersagen hoch und Regen ist nicht in Sicht. Die ausgetrockneten ...

Großangelegte Aktion gegen Kindesmissbrauch in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen einer europaweiten Operation hat die Polizei in Rheinland-Pfalz zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt. ...

Zoo Neuwied unterstützt Wildtierpflegestation Koblenz

Mit Beginn der Balz- und Nestbausaison wächst auch der Bedarf an Hilfe für heimische Wildtiere. Der Zoo ...

Nicole nörgelt … über das Bildungsbürgertum und Ziellosigkeit

Bildung? Wo kann man das kaufen? So könnte die Frage lauten, die von vielen Leuten gestellt wird, wenn ...

Teutloff GmbH unterstützt Superhelfer-Projekt in Neuwied

Das Superhelfer-Projekt des DRK-Kreisverbandes Neuwied freut sich erneut über eine großzügige Spende. ...

Werbung