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Nachricht vom 24.03.2025    

Teuflisch gute Jubiläums-Premiere in Bonefeld

Von Helmi Tischler-Venter

Zu ihrem 40-jährigen Jubiläum hat die Theatergruppe der Verbandsgemeinde Rengsdorf 1985 die rabenschwarze Komödie "Im Kloster ist der Teufel los!" von Carsten Lögering einstudiert. Obwohl sich die Truppe zum ersten Mal in ein Kloster begab, wurden die Protagonisten sehr überzeugend dargestellt, denn Regisseur Frank Reinhard hat die Rollen optimal besetzt.

Die drei Mönche im Kloster Sankt Nepomuk. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Bonefeld. Im Deichwiesenhof Bonefeld erklangen bei der Premiere am Samstagabend, 22. März Kirchenglocken und kanonische Gesänge zu wabernden Rauchschwaden von heilbringenden Kräutern.

Im beschaulichen Kloster Sankt Nepomuk haben sich die wenigen Mönche gemütlich und genüsslich eingerichtet, leider nicht ganz im Einklang mit den vatikanischen Prinzipien. Abt Pater Tobias, pfiffig-hintergründig dargestellt von Stephan Klein, hat eine Vorliebe für Frauen in Uniform und nimmt daher der hübschen Postzustellerin „Posthörnchen Vera“ (alias Antje Escher) zu gern persönlich und zu deren vollsten Zufriedenheit die Beichte ab. Braumeister Bruder Willi ist der Inbegriff des bierseligen voluminösen Mönchs, der sich stets in inniger Zweisamkeit mit seinem starken Eigengebräu befindet. Perfekt in dieser schönen Rolle steckt Christian Spliethofe. Maxi Voß als Bruder Hanno hingegen wandelt meist in einer duftenden Rauchwolke, weil in seinem Klostergarten eine große Marihuanaplantage gedeiht.

Die drei frommen Brüder tolerieren die Laster der anderen, Streit gibt es höchstens beim Maumau-Spiel, weil Willi „nicht die hellste Kugel am Rosenkranz“ ist. Großes Ungemach droht von Seiten des Kardinals, der die kleine Abtei schon seit Jahren auf dem Kieker hat. Dem Abt ist sehr wohl bewusst, dass sie dieses sündhafte Leben beenden müssen: „Der eine säuft, der andere kifft!“ Er schwört, seine Finger von den Frauen zu lassen, allein, der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.

Gern gesehener Gast im Kloster ist der Bestatter Jan-Fiete Haselhorst, überzeugend schlitzohrig von Adrian Steinebach verkörpert, der einen neuen Geschäftszweig mit dem beliebten „Klostergras“ etabliert, weil die Leute zu gesund und gefühlt ewig leben. Beim Dealen stört ihn ständig seine Ehefrau alias Nicole Bauer, die ihren Gatten sucht, weil die große Wäsche ansteht und die Kühlung ausgefallen ist, sodass Opa Meier müffelt.



Putzfrau Natalia – eine Paraderolle für Dagmar Schmidt - kennt sich hervorragend mit der Rollenverteilung aus. Sie verdreht als gebürtige Russin wunderbar die deutsche Sprache und untergräbt ihre Loyalität zu den Brüdern durch ihre Schwatzhaftigkeit, als eine dritte Frau im Kloster erscheint: Im Auftrag des Kardinals hat die Nonne Äbtissin Walburga Teufel (sehr überzeugend in dieser Rolle: Christiane Schulz-Voß) den Spezialauftrag, den Laden auf Vordermann zu bringen. Mit Unbestechlichkeit und Peitsche zwingt sie die Herren zu Sport, strammer Diät und Enthaltsamkeit. Doch der gewiefte Konvent hat sich eine Taktik ausgedacht, um der drohenden Härte zu entkommen. Das unfromme Rollenspiel führt zu Verwicklungen und Entdeckungen, die sogar dem leicht naiven Dorfpolizisten (Lucas Hermann) auffallen.

Die beiden Vorsitzenden Frank Reinhard und Werner Hoffmann freuten sich über die Neuzugänge Nicole, Adrian und Lucas, die mit der Premiere ihre Bühneneignung unter Beweis stellten. Sie dankten der Genossenschaft Deichwiesenhof und freiwilligen Helfern für ihre wertvolle Mitarbeit.

Karten für das ungewöhnliche Kloster mit Teufel sind in der Sternapotheke und der ED-Tankstelle in Rengsdorf, der Adlerapotheke in Oberbieber, beim Frisör-Team Bosecke in Anhausen sowie im Deichwiesenhof in Bonefeld erhältlich. Telefonische Reservierungen sind nicht möglich. Weitere Aufführungen sind an folgenden Terminen geplant: Samstag, 29. März um 20 Uhr, Sonntag, 30. März um 18 Uhr, Freitag, 4. April, Samstag, 5. April, Freitag, 11. April, Freitag, 25. April, Samstag, 26. April, Mittwoch, 30. April (mit anschließendem Tanz in den Mai), Freitag, 2. Mai, Samstag, 3. Mai und Samstag, 10. Mai, jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn Euro, Einlass ist eine Stunde vor Beginn, und es gilt freie Platzwahl. htv



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