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Nachricht vom 14.03.2025    

Weißer Ring fordert Fortführung der Bundeshilfen für Missbrauchsopfer

Die Zukunft der finanziellen Unterstützung für minderjährige Opfer sexueller Gewalt steht auf dem Spiel. Fünf Organisationen, darunter der Weiße Ring, appellieren an den Staat, die Hilfen nicht enden zu lassen.

Weißer Ring - Bundesgeschäftsstelle in Mainz. Foto: Helmut Fricke/dpa

Mainz. Die Opferschutzorganisation Weißer Ring und vier weitere Fachgesellschaften äußern ihre Besorgnis über das mögliche Auslaufen der Bundeshilfen für minderjährige Betroffene sexueller Gewalt. "Solange der Staat es nicht schafft, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen, muss er zumindest eine wirksame und funktionierende Unterstützung aufrechterhalten", heißt es in einem gemeinsamen Papier.

Das 2013 eingeführte Ergänzende Hilfesystem (EHS) sowie der Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) seien "eine zentrale Unterstützung für Betroffene von sexualisierter Gewalt und unverzichtbarer Bestandteil des Unterstützungssystems". Beide Programme sollen jedoch Ende 2028 auslaufen. Erstanträge können nur noch bis Ende August dieses Jahres gestellt werden, Bewilligungen sind bis Ende 2025 möglich.



"Faktisch erfolgt damit die Einstellung von EHS und FSM, die verheerende Folgen für Betroffene hat." Der Fonds Sexueller Missbrauch müsse dauerhaft fortgeführt und strukturell abgesichert werden, so das Papier weiter. Zu den Unterzeichnern zählen neben dem Weißen Ring die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, die Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Feministischer Organisationen gegen Sexuelle Gewalt. (dpa/bearbeitet durch Red)


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