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Pressemitteilung vom 11.03.2025    

Warnstreik droht: AWO-Kreisverband Neuwied e.V. bricht Tarifverhandlungen ab

Die Tarifverhandlungen zwischen dem AWO-Kreisverband Neuwied e.V. und der Gewerkschaft ver.di sind abrupt beendet worden. Die Beschäftigten reagieren mit einem Warnstreik, der die Unzufriedenheit über die aktuellen Arbeitsbedingungen verdeutlicht.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Neuwied. Der AWO-Kreisverband Neuwied e.V. hat die Tarifverhandlungen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di offenbar abrupt abgebrochen. Dies geschah trotz der Selbstverpflichtungen im Grundsatzprogramm der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das eine angemessene Entlohnung und die Einhaltung von Tarifverträgen vorsieht.

Laut ver.di beschäftigt der Verband seit fast 21 Jahren seine derzeit 560 Mitarbeiter ohne Tarifbindung. Die Gehälter würden deutlich unter denen der AWO-Bezirksverbände in Rheinland-Pfalz liegen. Eine Heilerziehungspflegerin verdiene hier je nach Berufserfahrung zwischen 380 und 1.650 Euro weniger als beim AWO-Bezirksverband Pfalz.

Sechs Verhandlungsrunden ohne Ergebnis
Frank Hutmacher, ver.di-Verhandlungsführer, erklärt: "Bereits im Mai 2024 haben wir die Geschäftsführung für die beiden Betriebsteile AWO Gemeindepsychiatrie gGmbH und den AWO-Kreisverband e.V. im Auftrag der Beschäftigten zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Erst im Oktober 2024 war die Arbeitgeberseite bereit für Gespräche." In der sechsten Verhandlungsrunde wurde das letzte Angebot des Arbeitgebers präsentiert. Es sah eine stufenweise Angleichung der Gehälter auf 90 Prozent des aktuellen Niveaus der AWO Pfalz bis 2028 vor.



Ver.di kritisiert, die Herunterrechnung würde je nach Entgeltgruppe und Stufe Verluste von 220 bis 797 Euro bedeuten. Auch die Jahressonderzahlung solle nicht vollständig gezahlt werden. Zukünftige Entgelterhöhungen bei der AWO Pfalz würden ebenfalls nicht übernommen, sodass auch 2028 die Gehälter hinterherhinken würden.

Hutmacher berichtet weiter, dass die ver.di-Tarifkommission das Angebot als inakzeptabel abgelehnt hat. Im Zuge der 6. Verhandlungsrunde Montag (10. März) brach die Arbeitgeberseite die Verhandlung dann schlussendlich ab und war nicht mehr weiter verhandlungsbereit.

Warnstreik am 13. und 14. März
Ein erster Warnstreik ist nach nunmehr 10 Monaten seit der Verhandlungsaufforderung für den 13. und 14. März geplant. "Das Verhalten der Verantwortlichen steht gegen sämtliche Grundsätze der Arbeiterwohlfahrt", so Hutmacher. Er fordert ein abschlussfähiges Angebot und betont die Entschlossenheit der Beschäftigten: "Gemeinsam mit den Beschäftigten haben wir einen langen Atem." (PM/Red)


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