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Pressemitteilung vom 06.03.2025    

Innovative Therapie gegen Vorhofflimmern im Marienhaus Klinikum Neuwied

Im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth in Neuwied wird eine neue Behandlungsmethode für Vorhofflimmern angeboten. Chefarzt Dr. Burkhard Hügl setzt auf die Pulsed Field Ablation (PFA), um Patienten mit dieser häufigen Herzrhythmusstörung zu helfen.

(Foto: Jannik Schröder)

Neuwied. Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Weltweit sind derzeit rund 37,5 Millionen Menschen davon betroffen, in Europa allein sind es etwa elf Millionen.

Experten erwarten, dass bis 2030 die Zahl der Menschen mit Vorhofflimmern um bis zu 70 Prozent steigen wird. Dr. Burkhard Hügl, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin-Kardiologie/Rhythmologie am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied ist spezialisiert auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Mit der Pulsed Field Ablation (PFA) bietet er jetzt neben der Therapie mit dem hochmodernen Robotischen Magnetischen Navigationssystem von Stereotaxis eine weitere innovative Behandlungsmethode von Vorhofflimmern an.

Vorhofflimmern ist akut nicht lebensbedrohlich, sie kann aber langfristig zahlreiche Probleme hervorrufen. "Denn unbehandelt erhöht diese Rhythmusstörung signifikant das Risiko für einen Schlaganfall und kann eine bestehende Herzschwäche verschlimmern", weiß Dr. Hügl. Zudem schränkt Vorhofflimmern die Lebensqualität der betroffenen Patienten stark ein. Sie leiden unter einem unregelmäßigen, oft schnellen Herzschlag, der sich manchen wie ein Flattern in der Brust anfühlt. Ihr Herz gerät aus dem Takt. Oftmals leiden sie unter Symptomen wie Unruhe, Angst, Schwindel oder Übelkeit.

Vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Verfahren

Die PFA ist eine neue hochmoderne Technik, die jetzt auch im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth zur Behandlung von Vorhofflimmern bei ausgewählten Patienten eingesetzt wird. Dabei werden gezielt Bereiche des Herzmuskelgewebes verödet, die für die Entstehung der Rhythmusstörung verantwortlich sind. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, wie der Radiofrequenzstrom- oder der Kryo-Ablation, bei der Hitze oder Kälte verwendet werden, setzt die PFA auf elektrische Impulse, die in sehr kurzen hochenergetischen Stößen abgegeben werden.



Bei diesem Verfahren führen die Kardiologen einen speziellen Katheter über die Blutgefäße bis zum Herzen vor. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie Röntgen und einem 3D-Mapping-System wird die Struktur des Herzens dreidimensional dargestellt. "So können wir sehr präzise und kontrolliert den Katheter an die definierten Stellen schieben, an denen die elektrischen Impulse abgegeben werden sollen", erläutert Dr. Hügl. Diese Impulse erzeugen kleine Poren in den Zellwänden der Herzmuskelzellen, die für das Vorhofflimmern verantwortlich sind. So werden sie verödet. Während des schmerzfreien Eingriffs werden der Herzrhythmus und alle Vitalparameter der Patienten kontinuierlich überwacht.

Die Pulsed Field Ablation stellt einen völlig neuen Ansatz zur Behandlung von Vorhof-flimmern dar. "Diese sehr sichere und effektive Therapie ist in unserer Region einzigartig", sagt Dr. Hügl. Er freut sich, dass er ausgewählten Patienten, die unter Vorhofflimmern leiden, diese Behandlung anbieten kann. (PM/Red)


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