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Pressemitteilung vom 07.02.2025    

Zukunft der Kamillus-Klinik in Asbach trotz DRK-Insolvenz gesichert

Die Insolvenz der DRK-Trägergesellschaft in Mainz hat Auswirkungen auf die wirtschaftlich stabile Kamillus-Klinik in Asbach. Doch es gibt Hoffnung: Erste Interessenten für eine Übernahme sind bereits aufgetaucht, und die Klinik könnte sogar gestärkt aus der Situation hervorgehen.

V.l.n.r.: Michael Schwering-Sohnrey (Betriebsrat Vorsitzender), Nicki Billig (Kaufmännischer Direktor), Achim Hallerbach (Landrat). Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Asbach. Die Kamillus-Klinik in Asbach ist von der Insolvenz der DRK-Trägergesellschaft in Mainz betroffen, obwohl sie wirtschaftlich gut dasteht. Landrat Achim Hallerbach zeigte sich bei einer Mitarbeiterversammlung zuversichtlich, dass die Klinik mit ihrem wirtschaftlichen Potenzial und ihrer guten Reputation auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Region bleiben wird. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Rückzugs des DRK aus der Krankenhaus-Trägerschaft haben sich erste Interessenten für eine Übernahme gemeldet.

Landrat Hallerbach betonte den Vorteil, dass die Klinik nun unabhängig vom DRK-Verbund agieren kann und den eigenen wirtschaftlichen Ertrag nutzen darf. "Unter anderem stehe ich mit Gesundheitsminister Clemens Hoch im intensiven Austausch. Auch bei ihm habe ich ein gutes Gefühl einer konstruktiven Begleitung und Unterstützung. Seine Aussage war eindeutig: wir brauchen den Standort Asbach. Dafür werden wir uns gemeinsam einsetzen", erklärte Hallerbach.

In den letzten Jahren hat die Klinik dank des Engagements der Mitarbeitenden stets Gewinne erwirtschaftet, die reinvestiert wurden. Unterstützt von der Landesregierung konnten wichtige Projekte wie eine neue Zentrale Notaufnahme realisiert werden. Der Förderverein hat über 600.000 Euro für hochwertige Diagnostik-Geräte gespendet.



Nach dem Wegfall des DRK-Krankenhauses in Altenkirchen konnte die Kamillus-Klinik die Patientinnen und Patienten mitversorgen, was zu einer Belegung führte, die teilweise über 100 Prozent lag. Die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken, wie der Universitätsklinik Bonn, wurde intensiviert, um eine umfassende Regionalversorgung sicherzustellen.

Die Klinik plant, Frührehabilitationsbetten einzurichten, um eine bestehende Versorgungslücke zu schließen. "Wir sind sicher, dass wir unter einer anstehenden neuen Trägerschaft weiterhin die Regionalversorgung sicherstellen werden und die Schwerpunkte, insbesondere den Multiple Sklerose Schwerpunkt weiter ausbauen können", so Nicki Billig, Kaufmännischer Direktor der Klinik. PM/Red


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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