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Pressemitteilung vom 06.02.2025    

Verantwortung für junge Menschen übernehmen: Ehrenamtliche Vormünder für Neuwied gesucht

Kinder und Jugendliche brauchen jemanden, der sie stärkt, in schwierigen Lebenssituationen für sie eintritt und sie langfristig auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben begleitet. Die Stadt Neuwied sucht engagierte Menschen, die bereit sind, diese wichtige Aufgabe im Rahmen einer ehrenamtlichen Vormundschaft zu übernehmen.

Frau Silva Klein unterstützt interessierte Ehrenamtler bei der Übernahme einer Vormundschaft. (Foto: Kreisverwaltung)

Neuwied. Jetzt gibt es dafür im Jugendamt eine eigene Koordinierungsstelle, die von Silvia Klein geleitet wird. Sie koordiniert die Akquise, Schulung und Unterstützung von ehrenamtlichen Vormündern.

Warum eine Vormundschaft übernehmen?
Mit einer ehrenamtlichen Vormundschaft schenken Ehrenamtliche einem Kind nicht nur Zeit und Aufmerksamkeit, sondern auch Stabilität und Perspektive. Sie vertreten die Interessen des Kindes, unterstützen bei schulischen Entscheidungen, in der Freizeitgestaltung und in Fragen der Gesundheitsversorgung. Dabei geht es vor allem darum, die Rechte der Kinder zu stärken und ihnen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden.

Die Stadtverwaltung bietet:
Einführungsgespräche und themenspezifische Schulungen
Regelmäßige Beratung und Unterstützung durch die Koordinierungsstelle
Fachliche Begleitung sowie Informationsmaterialien

Was sollten Interessierte mitbringen?
Zeit für regelmäßigen Kontakt mit dem Kind (mindestens einmal monatlich)
Einfühlungsvermögen und Interesse an der Perspektive des Kindes
Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Fachkräften, Behörden sowie dem Umfeld des Kindes
Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit
Geduld und Ausdauer



Reform des Vormundschaftsrechts stärkt Kinderrechte
Mit der Reform des Vormundschaftsrechts zum 1. Januar 2023 wurde die Rolle der ehrenamtlichen Vormünder gestärkt. Ziel ist es, für jedes Kind den am besten geeigneten Vormund zu finden und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. Ehrenamtliche Vormundschaften haben nun Vorrang vor institutionellen Lösungen. Jugendämter sind verpflichtet, diese Reform umzusetzen.

Wichtige Hintergründe zur Vormundschaft:
In Fällen, in denen Eltern das Sorgerecht nicht ausüben können, übernimmt meist das Jugendamt die gesetzliche Vertretung. Dabei hat eine Reform 2011/12 die maximale Anzahl der Kinder, die ein Amtsvormund betreut, auf 50 reduziert. Dies war eine Verbesserung, trotzdem bleibt die Möglichkeit des persönlichen Kontakts eingeschränkt. Ehrenamtliche Vormünder hingegen können individueller auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen und eine engere Beziehung aufbauen.

Interessenten können sich unverbindlich bei der Koordinierungsstelle des Jugendamtes Neuwied melden. Silvia Klein, die seit 2012 im Jugendamt tätig ist und zuvor in der Jugendhilfe im Strafverfahren arbeitete, freut sich auf engagierte Menschen, die jungen Menschen eine Perspektive bieten möchten. Frau Klein ist im Stadtjugendamt Neuwied (Koordinierungsstelle Vormundschaften) unter Telefon 02631-802210 oder per E-Mail kovo@neuwied.de zu erreichen. (PM)



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