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Pressemitteilung vom 25.01.2025    

Fast eine Million Aale in rheinland-pfälzische Flüsse ausgesetzt

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat kürzlich fast eine Million junge Aale in die Flüsse Rhein, Mosel und Saar freigesetzt. Diese Aktion soll den Bestand des Europäischen Aals sichern, der zum "Fisch des Jahres 2025" ernannt wurde.

Rund 950.000 Glasaale leben nun in Rhein, Mosel und Saar, bis sie in einigen Jahren die rund 6.000 Kilometer lange Rückreise zu ihrem Geburtsort antreten. SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis (re.) und Roland Mauden (li.), Fischereireferent bei der SGD Nord, begleiteten die Aussetzaktion in Koblenz. Foto: SGD Nord/Laura Gaksch

Koblenz. Die Flüsse Rhein, Mosel, Saar, Lahn und Nahe bieten ideale Lebensbedingungen für den Europäischen Aal, der jüngst als "Fisch des Jahres 2025" ausgezeichnet wurde. Um die bedrohte Population zu unterstützen, setzte die SGD Nord etwa 950.000 Glasaale in einer groß angelegten Aktion aus.

Die Zahl der jungen Aale, die von der Nordsee in europäische Flüsse einwandern, beträgt heute nur noch etwa 5 Prozent der ursprünglichen Population. Die Gründe dafür sind nicht vollständig geklärt. Entsprechend wenige Glasaale erreichen über den Rhein die Flüsse in Rheinland-Pfalz. Seit Jahren arbeitet die SGD Nord gemeinsam mit Berufsfischern daran, diese Entwicklung umzukehren. Bei der aktuellen Aktion wurden rund 950.000 Glasaale in Rhein, Mosel und Saar freigelassen, wo sie unter optimalen Bedingungen heranwachsen können.

Aale aus Südfrankreich
"Das Bewahren der Artenvielfalt im Wasser wie auch an Land ist essentiell für das Funktionieren unserer Ökosysteme. Mit dem Aussetzen der Glasaale trägt die SGD Nord dazu bei, den Fortbestand einer wichtigen, im nördlichen Rheinland-Pfalz heimischen Art zu sichern", sagt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Die Glasaale stammen von der südfranzösischen Atlantikküste und wurden von einem französischen Unternehmen nach Rheinland-Pfalz gebracht, das die SGD Nord in den kommenden vier Jahren unterstützt.




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In der Natur legen Aale bereits als Larven mehrere tausend Kilometer zurück. Von ihrem Geburtsort in der Sargassosee im Atlantik schwimmen sie bis an die europäischen Küsten. Dort wandern sie durch Flussmündungen nach Mitteleuropa ein, wo sie den Großteil ihres Lebens verbringen. Große Flüsse wie der Rhein, die Mosel und die Saar bieten den Jungtieren ideale Bedingungen. Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren kehren sie auf einer rund 6.000 Kilometer langen Reise zu ihrem Geburtsort zurück, um sich fortzupflanzen.

Die SGD Nord setzt seit vielen Jahren erfolgreich Aale in rheinland-pfälzischen Gewässern aus. Diese Maßnahme ist Teil eines gemeinsamen Aalbewirtschaftungsplans der rheinanliegenden Bundesländer. Der Titel "Fisch des Jahres" wird jährlich vom Deutschen Angelfischerverband, dem Bundesamt für Naturschutz, dem Verband Deutscher Sporttaucher und der Gesellschaft für Ichthyologie verliehen. PM/Red


Mehr dazu:   Naturschutz  
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