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Pressemitteilung vom 23.01.2025    

Handelsbeziehungen zu den USA nach Trumps Amtsantritt: Erwartungen der rheinland-pfälzischen Unternehmen

Mit der Amtseinführung von Donald Trump als 47. Präsident der USA ergeben sich neue Herausforderungen für die globalen Handelsbeziehungen. Eine Blitzumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zeigt, wie Unternehmen die zukünftige Entwicklung ihrer Handelsbeziehungen mit den USA einschätzen.

Symbolbild (Quelle: pixarbay)

Koblenz. Am Donnerstag, 23. Januar, wurden die Ergebnisse einer Blitzumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz vorgestellt. Im Fokus stand die Einschätzung der rheinland-pfälzischen Unternehmen zu den Auswirkungen des Amtsantritts von Donald Trump auf ihre Handelsbeziehungen mit den USA. Laut Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, ist der US-Markt von erheblicher Bedeutung für die rheinland-pfälzische Wirtschaft – fast zehn Prozent der Exporte aus Rheinland-Pfalz gehen in die USA. Daher könnten wirtschaftspolitische Maßnahmen der neuen US-Regierung direkte Auswirkungen auf den lokalen Markt haben.

Erwartungen der Unternehmen
Die Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Unternehmen in Rheinland-Pfalz kurzfristig keine wesentlichen Veränderungen für ihr US-Geschäft erwartet. Etwa ein Viertel der Befragten rechnet jedoch mit einem Umsatzrückgang. Nur 5 Prozent der Unternehmen hoffen auf eine Umsatzsteigerung. Besonders betroffen könnten Branchen wie die Weinwirtschaft und andere exportorientierte Sektoren sein, die höhere Zölle und zusätzliche Handelshemmnisse befürchten.

Unterschiedliche Einschätzungen zwischen Branchen
Während einige Sektoren wie die Weinbranche Bedenken bezüglich möglicher Zollerhöhungen äußern, sind Unternehmen der Baubranche optimistischer. Sie erwarten von der neuen US-Regierung einen Bauboom. In vielen Gesprächen wurde die Hoffnung geäußert, dass der angekündigte Bürokratieabbau in den USA positive wirtschaftliche Impulse geben könnte.



Erwartungen an die deutsche Politik
Abschließend stellte Rössel fest, dass die Kernforderung der Unternehmen lautet, dass Europa geschlossen handeln muss. Die Unternehmen erwarten von der deutschen Politik insbesondere niedrigere Energiekosten, Steuererleichterungen und einen spürbaren Bürokratieabbau. Nur so könne die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, um die deutschen und europäischen Märkte weltweit wieder selbstbewusster zu vertreten.

Fazit
Die Umfrage zeigt, dass die rheinland-pfälzischen Unternehmen die kommenden Jahre mit einer Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit betrachten. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte die neue US-Regierung unter Präsident Trump unternehmen wird, und wie sich dies auf die globalen Handelsbeziehungen auswirkt. Unternehmen erwarten dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen deutscher Politik und Wirtschaft, um die Herausforderungen zu meistern.

Die Blitzumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz lief am 21./22. Januar 2025 und wurde von 350 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen aus Rheinland-Pfalz beantwortet. (PM/Red)


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