Werbung

Pressemitteilung vom 20.12.2024    

Gericht bleibt bei Entscheidung: Wolf aus dem Leuscheider Rudel darf nicht abgeschossen werden

Die Wölfe des Leuscheider Rudels dürfen weiterhin nicht abgeschossen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hatte Anfang Dezember eigentlich eine befristete Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Wolfes "GW1986m" und weiterer Wölfe des Leuscheider Rudels erlassen.

(Symbolbild: Wolfgang Tischler)

Koblenz. Der Abschuss sei erforderlich, um weitere Rissvorfälle durch den Wolf "GW1986m" und damit ernste landwirtschaftliche Schäden zu verhindern, so die SGD Nord zur Erklärung. Dagegen erhoben Naturschutzvereinigungen Widerspruch und stellten einen gerichtlichen Eilantrag. Vor rund zwei Wochen war bereits eine Zwischenentscheidung durch das Gericht gefällt worden. Diese wurde nun nach Prüfung bestätigt.

Dieser Antrag hatte Erfolg. Die Ausnahmegenehmigung sei "in mehrfacher Hinsicht rechtsfehlerhaft ergangen und dürfe deshalb nicht sofort vollzogen werden", so die Koblenzer Richter. Der Antragsgegner habe bereits nicht nachvollziehbar dargelegt, ob von dem Wolf "GM1986m" Gefahren ausgingen, die seinen Abschuss sowie die Tötung weiterer Wölfe bis hin zur Tötung des ganzen Rudels erforderten. Insoweit fehle es an einer validen Tatsachengrundlage. Insbesondere habe der Antragsgegner nicht schlüssig erläutert, mit welchen zukünftigen Schäden durch den Wolf "GW1986m" er ohne die Erteilung der Ausnahmegenehmigung rechne.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Hauswirtschaftskraft (m/w/d) für Wohnstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt zum 01.01.2027

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Hilfskraft (m/w/d) Wohnstätte Flammersfeld

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Die Begründung der SGD sagte laut Verwaltungsgericht zudem nichts darüber aus, ob der Wolf bereits daran gewöhnt sei, besondere Schutzmaßnahmen zu überwinden. Bei den beiden letzten Rissen hätten die Schutzzäune nicht den Anforderungen entsprochen. Deshalb sei unklar, ob es andere zumutbare und effektive Maßnahmen des Herdenschutzes als Alternative zur Tötung gebe, wie etwa die ordnungsgemäße Aufstellung mobiler Elektrozäune mit einer Höhe von mindestens 120 Zentimetern. Der Antragsgegner sei überdies von falschen Maßstäben ausgegangen. Er habe nicht berücksichtigt, wie sich die möglicherweise zur Tötung des gesamten Rudels führende Maßnahme auf die lokale Wolfspopulation auswirke.

Wölfe stehen unter strengem Artenschutz. Vor kurzem kam es erstmals in der Verbandsgemeinde Wissen zu einem Angriff auf Schafe durch zwei Wölfe.

Gegen den Beschluss vom 17. Dezember können die Beteiligten innerhalb von zwei Wochen Beschwerde bei dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegen.
(Verwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom 17. Dezember 2024, 4 L 1327/24.KO)

Die Entscheidung 4 L 1327/24.KO kann hier abgerufen werden. (PM/red)


Mehr dazu:   Wolf  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Zeugen gesucht: Verkehrsunfallflucht in Asbach

In Asbach ereignete sich am Samstagabend (31. Oktober 2026) ein Vorfall, bei dem ein geparktes Fahrzeug ...

Buchtipp. "Das Panorama des Schreibens" von Hanns-Josef Ortheil

Der bekannte und beliebte Westerwälder Schriftsteller, Literatur-Dozent und Musiker steht seinem Lektor ...

Black Friday: Tipps für die erfolgreiche Schnäppchenjagd

Am 27. November locken zahlreiche Angebote zum Black Friday. Doch nicht alle Deals halten, was sie versprechen. ...

Effektive Maßnahmen gegen Schimmel in der Heizperiode

Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für Schimmelbildung in Wohnräumen erheblich. Die Verbraucherzentrale ...

Nachhaltige Nutzung von KI-Chatbots im Fokus

Am 12. November 2026 findet ein Online-Vortrag statt, der sich mit dem ressourcenschonenden Einsatz von ...

Vom Apfel zum Apfelsaft: Ein lehrreiches Erlebnis für die Kita-Kinder

Die Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Oberbieber erlebten hautnah, wie aus Äpfeln frischer Apfelsaft ...

Weitere Artikel


Doppelhaushalt 2025/26: Justizreform in Rheinland-Pfalz beschlossen

Der rheinland-pfälzische Landtag hat den Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026 verabschiedet. Besonders ...

20 Jahre EWM-Cup: Ein Jubiläum voller Fußballhighlights in Hachenburg

Der EWM-Cup 2025 in Hachenburg steht vor der Tür und verspricht spannende Begegnungen auf dem Hallenparkett. ...

Verkehrsunfall auf der L 255: Fahrerin verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert

Am Morgen des 19. Dezember ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der L 255 zwischen Niederbreitbach ...

Regionale Vernetzung: Der neue Mittelrhein als Zukunftsprojekt mit Strahlkraft nach außen

Die Landräte Achim Hallerbach (Kreis Neuwied) und Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) unterstützen ...

Zoll überprüft Weihnachtsmärkte in Mainz und Umgebung

Beschäftigte des Hauptzollamtes Koblenz haben am vergangenen Samstag (14. Dezember) in Mainz und Umgebung ...

Unbekannte brechen in Einfamilienhaus in Harschbach ein - Polizei sucht Zeugen

Ein Einfamilienhaus in der Straße Auf dem Bornstück in Harschbach wurde am Donnerstag (19. Dezember) ...

Werbung