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Pressemitteilung vom 10.12.2024    

Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe: Neue Auseinandersetzungen drohen

Im privaten Omnibusgewerbe steht ein weiterer Tarifkonflikt bevor. Während das Land Rheinland-Pfalz den ÖPNV-Index ab 1. Januar 2025 einführt, kündigte die Gewerkschaft ver.di das Ende der Tarifpartnerschaft mit dem Arbeitgeberverband VAV an. Drohende neue Auseinandersetzungen sind damit vorprogrammiert.

Bildquelle: ver.di

Region. Der angekündigte ÖPNV-Index, der nun zum Jahresbeginn 2025 in Kraft tritt, wurde von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als entscheidend für die Entgelterhöhungen im öffentlichen Nahverkehr betrachtet. Seit der Kündigung des Tarifvertrags zum 31. Dezember 2024 haben die Beschäftigten keine Erhöhung ihrer Löhne mehr erhalten. Insbesondere durch die Einführung des Index erwartet ver.di nun eine zügige Umsetzung der bereits ausgehandelten Tarifergebnisse. Diese sollen spätestens bis zum Freitag, 13. Dezember, unterzeichnet werden.

Verhandlungen und Streit mit dem Arbeitgeberverband
Ver.di-Kritik richtet sich vor allem gegen den Arbeitgeberverband VAV. Trotz des neuen Indexes wird die Tarifgemeinschaft von ver.di den VAV nicht weiter als Verhandlungspartner akzeptieren, wenn bis zur gesetzten Frist keine Einigung erzielt wird. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeber durch ihre Haltung, keine Verantwortung übernehmen zu wollen, und ihre Weigerung, unternehmerische Risiken einzugehen, die Verhandlungen blockieren. Aus diesem Grund will ver.di nach Ablauf der Frist keine weiteren Verhandlungen mit diesem Arbeitgeberverband führen und die Aberkennung des VAV aus der Liste der repräsentativen Tarifverträge des Landes beantragen. Falls der VAV aus dieser Liste gestrichen wird, drohen individuelle Tarifverhandlungen mit den einzelnen Unternehmen, was landesweit zu weiteren Konflikten führen könnte.




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Zukunftsperspektiven und Alternativen
Trotz der schwierigen Verhandlungen gibt es positive Entwicklungen. Die Koblenzer Verkehrsgesellschaft zeigt sich bereit, gemeinsam mit ver.di eine faire Lösung zu finden und ein gerechtes Entgeltniveau zu gewährleisten. Dies könnte als Modell für andere Unternehmen dienen.

Für weitere Informationen
Die Verhandlungen zwischen ver.di und dem VAV sowie deren Auswirkungen auf den ÖPNV in Rheinland-Pfalz bleiben weiterhin spannend. Wer mehr über den Tarifkonflikt erfahren möchte, kann sich auf der Website www.verdi.de informieren. (PM/Red)


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