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Pressemitteilung vom 02.12.2024    

Stadtrat Neuwied: Künftig keine Zirkusse mit Wildtieren auf der Kirmeswiese

Die Stadt Neuwied setzt ein Zeichen für den Tierschutz: Künftig sollen keine Zirkusse mehr auf der Kirmeswiese auftreten dürfen, die Wildtiere in ihrem Programm führen. Grundlage hierfür ist ein Antrag des "Neuwieder Bündnisses" aus CDU, Grünen, FDP, FWG und BSW, den der Stadtrat einstimmig abgesegnet hat.

(Foto: Wolfgang Tischler)

Neuwied. Die Verwaltung hat damit den Auftrag bekommen, eine entsprechende Änderung der Satzung zur Nutzung der Kirmeswiese zu erarbeiten. Die geplante Satzungsänderung sieht vor, eine Liste zu definieren, welche Tiere beziehungsweise Tierarten künftig ausgeschlossen sind. Ziel ist es, Zirkussen mit Wildtieren die Nutzung der Kirmeswiese zu verwehren. Damit folgt die Stadt einem rechtssicheren Weg, der gleichzeitig eine klare Regelung schafft.

"Wir möchten eine Lösung, die den berechtigten Anliegen des Tierschutzes Rechnung trägt und gleichzeitig weiter Zirkusaufführungen in unserer Stadt ermöglicht", betont Oberbürgermeister Jan Einig.

Kritik an Haltung von Wildtieren in Zirkussen
Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Berichte von Tierschutzorganisationen zeigen, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen oft mit erheblichen physischen und psychischen Belastungen für die Tiere einhergehe, heißt es aus der Kreisverwaltung. Enge Käfige, fehlende artgerechte Bewegung und Dressurmethoden führen regelmäßig zu Verhaltensstörungen und Gesundheitsproblemen.




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Ein pauschales Verbot wäre rechtlich schwer durchsetzbar und könnte angefochten werden. Eine Satzungsänderung hingegen bietet eine klare, rechtssichere Grundlage und vermeidet Ausnahmen oder Sondergenehmigungen. "Die Änderung der Satzung unterstreicht, dass Neuwied einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Tierschutz verfolgt", erklärt Beigeordneter Ralf Seemann. (PM)


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