Werbung

Nachricht vom 12.10.2024    

Nicole nörgelt ...über Fachkräftemangel, ominöse Prämien und die Arbeitsmoral

Von Nicole

GLOSSE | Galt unser Land nicht noch vor kurzer Zeit als Land der Dichter, Denker und Ingenieure? War Deutschland nicht Vorbild für viele Menschen aus Europa, wenn es um Innovation, aber auch um Tugenden wie Fleiß, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit ging? Was ist daraus geworden?

(Symbolfoto)

GLOSSE! An jeder Straßenecke und in allen Medien schreiben Betriebe Stellen aus und werben um Auszubildende, Fachkräfte und selbst verzweifelt um ungelernte Aushilfen. Doch leider erfolglos, denn die, die arbeiten wollen, befinden sich bereits alle in festen Arbeitsverhältnissen und kommen brav ihrer Pflicht nach.Was ist also mit all den anderen Bewohnern dieses Landes? Ein durchaus nicht unbedeutender Teil lebt offensichtlich nicht wirklich schlecht von dem durch die Ampelregierung eingeführten Bürgergeld. Gar nicht unverständlich, denn wenn der, der im Niedriglohnsektor jeden Tag brav zur Arbeit geht, am Ende des Monats schlappe 150 Euro mehr im Portemonnaie hat, als derjenige, der gar keiner Arbeit nachgeht, dann ist die Aufnahme einer regelmäßigen Langzeitarbeit ja gar nicht so attraktiv. Und ich rede hier nicht von den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihrem Job nicht mehr nachgehen können, sondern von denen, die von vorneherein noch nie in Erwägung gezogen haben, überhaupt für ihren Lebensunterhalt arbeiten zu gehen.

Ominöse Prämien
Prompt kommt die Regierung mit einer neuen – ehrlich gesagt, ziemlich haarsträubenden – Idee um die Ecke. Arbeitslose, die eine Arbeit annehmen, sollen nach einem Jahr eine Prämie von 1.000 Euro bekommen. Ich verstehe das also richtig: wer seit jeher folgsam arbeitet und Steuern zahlt, von denen wiederum das Bürgergeld finanziert wird, bekommt nichts und wer jahrelang von den durch die arbeitende Bevölkerung finanzierten Sozialleistungen profitiert hat, bekommt eine zusätzliche Prämie dafür, dass er sich nicht mehr auf dem Rücken der anderen ausruht?

Doch damit nicht genug, die Generation der Klimakleber, Schulabbrecher und Dauerstudenten legt auch keine besondere Motivation an den Tag, wenn es um die Aufnahme eines Vollzeitjobs geht. Man muss natürlich Verständnis dafür haben, dass frühes Aufstehen, regelmäßige Arbeit den ganzen Tag und womöglich auch noch Schichtarbeit nachts und an Wochenenden die Work-Life-Balance empfindlich stören. Wo bleibt denn da genug Zeit für Postings auf Social Media und das stundenlange Ansehen von TicToc-Videos? Und wie soll man seine ganzen Freizeitaktivitäten in einen straffen Arbeitsalltag einbinden? Denn die meisten schlittern ja nach drei abgebrochenen Studiengängen spätestens mit Anfang Dreißig in den ersten Burnout.




Stellenanzeige

img

Fachkraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld


Problemlösung mit Denkfehlern
Glaubt man unseren Politikern, so lässt sich dieses Problem einfach dadurch lösen, dass man weitere Arbeitskräfte aus dem Ausland ins Land holt oder einfach die Menschen, die arbeiten, noch länger arbeiten lässt, da man sich ihre Rente ja eigentlich gar nicht mehr leisten kann, denn die "Work-Life-Balance-Generation" trägt nicht unbedingt zu einer Entlastung der Rentenkasse bei. Außerdem besteht dann immer noch die Chance, dass genug Menschen bereits vor dem Renteneintritt versterben und somit gar keine Rente in Anspruch nehmen. Eine Innovation für die Zukunft wäre somit auf jeden Fall der mit Werkzeug und Material bestückte Rollator für den über 70-jährigen Handwerker, denn auch hier gibt es leider keine Nachfolge aus der "Generation Z". Alternativ kann man den arbeitenden Teil der Bevölkerung einfach mit immer mehr steuerlichen Abgaben belasten, denn die anderen zahlen ja keine Steuern und sind somit auch nicht greifbar.

Einfach mal machen und nicht nur verwalten
Wäre es jedoch nicht vielleicht naheliegender, erst einmal alle die Menschen in "Lohn und Brot" zu bringen, die einfach zu bequem sind, einem Job nachzugehen und bereits in diesem Land leben? Und auch wenn an dieser Stelle wieder das Argument der Minderqualifizierung im Raum steht – es gibt in allen Bereichen in Deutschland Bedarf. Denn für die Unterstützung in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Gastronomie, Straßenreinigung und gemeinnütziger Arbeiten in den Kommunen, die sowieso fast alle hoch verschuldet und kaum noch liquide sind, werden nicht zwingend studierte Fachkräfte benötigt. Wer von unserem Sozialstaat unterstützt wird und lebt, der schuldet der Kommune, die sein Leben finanziert, vielleicht doch auch eine Gegenleistung. Das ist auf jeden Fall meine Meinung dazu.

Ich finde, es wird höchste Zeit, dass sich an diesen Missständen etwas ändert, denn so rennt unser Land sehenden Auges in sein Verderben. Frei nach Shakespeare in seinem Stück "King Lear": "Das ist die Seuche dieser Zeit – Verrückte führen Blinde!"

In diesem Sinne,
bleiben Sie tapfer und halten Sie durch!
Ihre Nicole


Mehr dazu:   Nicole nörgelt  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Großprojekt an der L 257: Ausbau der Ortsdurchfahrt Frorath beginnt am 28. Januar

Mit umfangreichen Bauarbeiten startet am 28. Januar 2026 der Ausbau der Ortsdurchfahrt Frorath bei Bad ...

Mobile Hausarztpraxis verlässt Neuwied doch früher

Die Versorgungslage in Neuwied hat sich verbessert: Entgegen einer vorherigen Ankündigung wird die Mobile ...

Nachnutzung statt Verfall: Stadtbild Deutschland präsentiert Konzept für Brückenturm in Erpel

Der Verein Stadtbild Deutschland schlägt eine innovative und nachhaltige Lösung für den ungenutzten Brückenturm ...

Weltmeisterlicher Empfang für Hip-Hop-Duo in Neuwied

Zwei junge Tänzerinnen aus der Region haben bei der Hip-Hop-Weltmeisterschaft 2025 den Titel geholt. ...

Ausbildungsmesse in Straßenhaus zeigt berufliche Vielfalt der Region

Die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach lädt am 24. Januar zur 4. Ausbildungsmesse ein. Besucherinnen ...

Klangvoller Jahresauftakt: Musikkorps der Bundeswehr spielt in Ransbach-Baumbach

ANZEIGE | Mit einem hochkarätigen Benefizkonzert beginnt das Musikjahr 2026 in Ransbach-Baumbach. Das ...

Weitere Artikel


Fußballer des WHG Neuwied setzen sich gegen die Nachbarschulen durch

Bei "Jugend trainiert für Olympia" ging die U17-Schulfußballmannschaft des Werner-Heisenberg-Gymnasiums ...

Konrad Adenauer-Schülerpreis 2024 gefördert vom Lions Club Rhein-Wied

Die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus hatte 2024 zum 14. Mal den Konrad Adenauer -Schülerpreis ausgeschrieben. ...

Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen!

Erwin Rüddel stellt fest: "Das Ehrenamt muss gestärkt und die Vereine von Bürokratie entlastet werden." ...

Betrunkener Fahrer verursacht schweren Unfall in Bad Hönningen - Pkw total zerstört

In der Nacht auf den heutigen Samstag (12. Oktober) ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall in Bad ...

Erfolgreiche Wäller Spendenwanderung 2024: Natur erleben und Gutes tun

Am Donnerstag (03. Oktober) fand die Wäller Spendenwanderung statt. Dieses Event vereint Wanderfreude ...

Hohe Nachfrage nach Einbürgerungstests in Neuwied

Die KreisVolkshochschule (kvhs) Neuwied erlebt auch im Jahr 2024 einen großen Andrang bei den Einbürgerungstests. ...

Werbung