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Pressemitteilung vom 10.10.2024    

Katholische Schwangerschaftsberatung in Rheinland-Pfalz: Unterstützung für werdende Eltern

In Rheinland-Pfalz haben die katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen im vergangenen Jahr rund 7.200 Frauen beraten. Diese Einrichtungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Schwangere und junge Familien in herausfordernden Lebenssituationen zu unterstützen und ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Symbolbild (Quelle: pixabay)

Region. Die Nachfrage nach Unterstützung in den 34 katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Beratungen sind zunehmend komplexer geworden. Viele Frauen suchen Hilfe bei der Beantragung von existenzsichernden und familienpolitischen Leistungen, insbesondere, weil der Kontakt zu Behörden oft schwierig ist. Nicola Adick, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz, betont: "Schwangere und junge Familien brauchen ein Netzwerk, das sie trägt. Als Teil dieses Netzwerks braucht es langfristig ein ausreichendes, flächendeckendes und bedarfsgerechtes Beratungsangebot."

Soziale Fragen im Mittelpunkt
Im Jahr 2023 befassten sich über 70 Prozent der Beratungen mit sozialrechtlichen Ansprüchen. In mehr als der Hälfte der Fälle wurde aktive Hilfe bei der Durchsetzung dieser Ansprüche geleistet. Insgesamt zählten die Beratungsstellen fast 40.000 Beratungskontakte, von denen rund ein Drittel online stattfand. Die Katholische Schwangerschaftsberatung organisierte darüber hinaus über 1.500 Veranstaltungen, darunter 500 im Bereich der sexuellen Bildung, die fast 20.000 Menschen erreichten.

Politische Herausforderungen
Aktuell sehen die katholischen Träger ihre Arbeit auch durch die politische Debatte um eine mögliche Streichung des Paragrafen 218 StGB und die Abschaffung der verpflichtenden Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch gefährdet. Barbara Aßmann, Mitglied der Direktorenkonferenz der Caritas in Rheinland-Pfalz, hebt hervor: "Schwangerschaft bedeutet Umbruch, Neuorientierung und nicht selten Herausforderung. Es gilt, werdende Eltern in dieser sensiblen Situation zu begleiten und Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen." Eine verlässliche Finanzierung der Beratungsstellen ist daher auch ohne Beratungspflicht unerlässlich.



Langfristige Unterstützung für werdende Eltern
Die katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen in Deutschland haben sich vor 25 Jahren vom staatlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung getrennt. Seitdem konzentrieren sie sich auf allgemeine Schwangerschaftsberatung, die eine Vielzahl von Themen abdeckt. Ein Lebensschutzkonzept der Katholischen Schwangerschaftsberatung dokumentiert die vielfältigen Aufgaben der Beratung, die vom Kinderwunsch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes reichen.

Insgesamt leisten die katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen in Rheinland-Pfalz einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Schwangeren und jungen Familien. Ihr Engagement und die breite Palette an Beratungsangeboten sind entscheidend, um den Herausforderungen in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes erfolgreich zu begegnen. (PM/Red.)


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